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Vergeltungsmaßnahme für Aktivismus? Apple feuert Anführerin der #AppleToo-Bewegung

© SNA / Natalia SeliwerstowaApple-Logo (Archiv)
Apple-Logo (Archiv) - SNA, 1920, 16.10.2021
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Apple hat Janneke Parrish, die Anführerin der #AppleToo-Bewegung, während eines umfassenden Vorgehens gegen Lecks und die Organisation der Arbeitnehmer entlassen.
Parrish, eine Programmmanagerin bei Apple Maps, wurde wegen des Löschens von Dateien von ihren Arbeitsgeräten während einer internen Untersuchung suspendiert – eine Situation, die Apple nach Angaben von Personen, die mit der Situation vertraut sind, als „Nichteinhaltung“ eingestuft hat. Zu den Dateien gehören Apps wie Robinhood, Pokemon Geo und Google Drive.
Die interne Untersuchung bezog sich auf das Weitergeben von Informationen aus einer Betriebsversammlung an die Medien. Diese Anschuldigung bestritt Parrish gegenüber Reuters. „Für mich ist das eindeutig eine Vergeltungsmaßnahme dafür, dass ich mich öffentlich über Missbrauch bei meinem Arbeitgeber geäußert habe sowie über Lohngleichheit und allgemein über unsere Arbeitsbedingungen“, sagte sie. Apple gab an, das Unternehmen kommentiere Angelegenheiten spezifischer Angestellter nicht.

„Es hat Konsequenzen, wenn man das Richtige tut“

Einige Apple-Mitarbeiter sollen Parrishs Entlassung als Konsequenz für ihren Aktivismus sehen, berichtete das amerikanische Technikportal „The Verge“. „Ich war sehr laut, ich war sehr öffentlich. Ich habe mich nicht gescheut, meinen Namen und mein Gesicht mit #AppleToo in Verbindung zu bringen“, sagte Parrish der britischen Zeitung „Guardian“.
Auf Twitter schrieb die ehemalige Mitarbeiterin: „Es hat Konsequenzen, wenn man seine Meinung sagt. Es hat Konsequenzen, wenn man das Richtige tut. (...) Bei #AppleToo geht es darum, Apple aufzufordern, es besser zu machen, systembedingte Diskriminierung, Missbrauch und ungleiche Bezahlung zu beenden.“
Unter dem Schlagwort #AppleToo hatten Mitarbeiterinnen eine Kampagne gegen „Rassismus, Sexismus, Ungleichheit, Diskriminierung, Einschüchterung, Unterdrückung, Zwang, Missbrauch, unfaire Strafen und offene Privilegierung” im Konzern gestartet. Interne Versuche, etwas zu verändern, waren den Aktivisten zufolge zuvor gescheitert.
Smartphone (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.10.2021
Apple geht in Berufung gegen Urteil in App-Store-Prozess
Die Kündigung von Parrish erfolgte dem Blatt zufolge wenige Tage, nachdem Ashley Gjovik, eine ehemalige Apple-Mitarbeiterin, die im vergangenen Monat wegen angeblicher Weitergabe von Informationen entlassen wurde, bei der nationalen Arbeitsbehörde (NLRB) Beschwerde gegen das Unternehmen eingereicht hatte. Gjovik, die über Belästigungsvorwürfe während ihrer Tätigkeit bei Apple berichtet hatte, behauptet demnach, dass die Mitarbeiterregeln des Unternehmens sowie die Versprechen von CEO Tim Cook, gegen Informanten vorzugehen, gegen US-Recht verstoßen.
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