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Afghanistan
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UN: Schulbildung für Mädchen in Afghanistan bald wieder möglich

© REUTERS / Ahmad MasoodEine afghanische Schülerin in der Ishkashim High School für Mädchen (Archivbild)
Eine afghanische Schülerin in der Ishkashim High School für Mädchen (Archivbild) - SNA, 1920, 16.10.2021
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Die Taliban* werden laut einem hochrangigen UN-Beamten „bald” den Mädchen ermöglichen, die Schule in Afghanistan zu besuchen. Der Zugang zur Schulbildung für Mädchen soll jedoch nach dem Willen der Taliban in Übereinstimmung mit der Scharia erfolgen. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Der stellvertretende geschäftsführende Direktor des UN-Kinderhilfswerks UNICEF, Omar Abdi, hat am Freitag unter Berufung auf den Bildungsminister der Taliban erklärt, die Taliban würden bald einen Rahmen ankündigen, wonach alle Mädchen Zugang zur Sekundarschulbildung bekommen würden.
Bereits seit vier Wochen ist es afghanischen Jungen erlaubt, in die Primär- sowie die Sekundarschule zu gehen, für Mädchen steht die Frage noch offen.
Die Taliban erlaubten Mädchen von Anfang an den Besuch der Grundschule, behaupteten aber, dass weder die Mädchen noch ihre Lehrerinnen noch in die weiterführende Schule zurückkehren könnten.
Taliban Flagge - SNA, 1920, 07.09.2021
Afghanistan
In Afghanistan wird demnächst die Scharia gelten – Taliban-Führer
Taliban-Beamte sagten, dies könne nur dann geschehen, wenn die Sicherheit der Mädchen und die strikte Geschlechtertrennung gemäß der Taliban-Interpretation der Scharia gewährleistet würden. Um diesen Rahmen zu schaffen, brauche man mehr Zeit, so die Taliban.

Mit Mädchenbildung nicht warten

Omar Abdi verwies darauf, dass es bereits der 27. Tag sei, dass „Millionen Mädchen im Sekundarschulalter die Bildung verpassen”, und forderte die Taliban-Behörden auf, mit dieser Frage nicht zu warten.
Bildung für Mädchen in weiterführenden Schulen sei „nur in fünf Provinzen” erlaubt, sagte Abdi, aber die UN dränge darauf, dass das Recht im ganzen Land umgesetzt werde.
Ein 14-jähriges afghanisches Mädchen, Asma, sagte gegenüber Amnesty International, die Frage, ob Mädchen wieder zur Schule gehen würden, sei seine „größte Sorge”.
„Bildung ist kein Verbrechen”, fügte Asma hinzu.
„Wenn die Taliban verkünden, dass es ein Verbrechen ist, eine Ausbildung zu bekommen, dann werden wir dieses Verbrechen begehen. Wir werden nicht aufgeben.”
*unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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