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Wasserverband befürchtet Trinkwasser-Engpässe bei Tesla-Ausbau in Grünheide

© REUTERS / Hannibal HanschkeDie Tesla-Fabrik bei Berlin
Die Tesla-Fabrik bei Berlin - SNA, 1920, 16.10.2021
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Ein weiterer Ausbau der Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide bei Berlin könnte nach Ansicht des zuständigen Wasserverbands Strausberg-Erkner (WSE) zu einer Trinkwasserknappheit führen. Bei einer solchen Entwicklung sei die Trinkwasserversorgung der Region noch nicht gesichert, warnt WSE-Chef André Bähler.
„Wie man die Bedarfe decken will, ist völlig offen“, sagte Bähler der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies auch auf die Ansiedlung anderer Unternehmen wie Zulieferer sowie auf neue Wohnungen für Beschäftigte. Niemand wisse, woher das Wasser für den zusätzlichen Bedarf kommen solle. Zur Wassererschließung für die erste Ausbaustufe der Fabrik in Grünheide liegt bereits ein Vertrag vor.
Tesla-Chef und der SpaceX-Gründer Elon Musk - SNA, 1920, 09.10.2021
Tesla-Produktionsstart in Deutschland spätestens im Dezember – Musk
Der WSE-Verbandschef hatte im vergangenen Jahr erstmals vor zu wenig Trinkwasser für den Fall gewarnt, dass es zu einem weiteren Ausbau der Fabrik kommt. Die rot-schwarz-grüne Brandenburger Landesregierung hatte damals darauf verwiesen, dass Gespräche dazu laufen. Nach Angaben von Bähler finden derzeit keine Beratungen statt. „Die Diskussion, die wir mit dem Land führen, ist völlig ergebnislos“, kritisierte er.
Das Brandenburger Umweltministerium erklärte dagegen laut der DPA, die Gespräche liefen weiter. Die Behörde sieht bisher keinen neuen Handlungsbedarf. „Für weitere Ausbaustufen liegen uns noch keine Planungen oder Anträge vor“, sagte Sprecherin Frauke Zelt. Sie verwies auch auf eine Arbeitsgemeinschaft zu Wasserperspektiven für das östliche Berliner Umland. Das Ministerium lasse zudem weitere Wasservorkommen erkunden, zum Beispiel im Raum Hangelsberg.
Tesla-Chef Elon Musk hatte bei einem Tag der offenen Tür in Grünheide am 9. Oktober gesagt, er wolle dort spätestens im Dezember mit der Produktion von Elektroautos beginnen. Der Zeitplan ist jedoch noch offen, denn die abschließende Genehmigung fehlt. Kritiker befürchten Probleme mit dem Trinkwasser und negative Folgen für die Umwelt. Tesla hatte die Kritik zurückgewiesen. Das Unternehmen will dort auch eigene Batterien in Massen fertigen.
Für den Tag der offenen Tür namens „County Fair“ hatten die Behörden bis zu 9000 Menschen gleichzeitig zugelassen. Vor der Autofabrik tummelten sich Hunderte Menschen auf einer Art Volksfestplatz mit Riesenrad und Würstchenbuden.
Besucher mit vorbestellten Tickets konnten das Werk besichtigen und auch im Tesla Model Y, das in Grünheide produziert werden soll, Probe fahren.
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