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Erdogan dankt Merkel und hofft auf gute Zusammenarbeit mit künftiger Bundesregierung

© REUTERS / MURAD SEZERDie deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan - SNA, 1920, 16.10.2021
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Abschiedsbesuch in der Türkei für ihren bedeutenden Beitrag zur Lösung regionaler Probleme, darunter auch der Syrien-Krise, gedankt. Merkel hat ihrerseits für die Fortführung des EU-Türkei-Abkommens zur Steuerung der Migration in Europa geworben.
Merkel befindet sich jetzt in Istanbul. Es ist nach 16 Jahren voraussichtlich der letzte Türkei-Besuch Merkels als amtierende Bundeskanzlerin.
„Wir stehen seit 16 Jahren (Merkels Amtszeit als Kanzlerin) in engem Dialog. Merkel hat immer einen vernünftigen und lösungsorientierten Ansatz gepflegt. Unsere bilateralen Beziehungen waren zeitweise problematisch, aber Schwierigkeiten wurden immer überwunden. Merkel hat einen großen Beitrag dazu geleistet, regionale Probleme zu lösen, beginnend mit Syrien – sie hat sich nie geweigert, Verantwortung für die Lösung des Flüchtlingsproblems zu übernehmen. Dafür danke ich ihr“, sagte Erdogan in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel.
„Heute haben wir über bilaterale Beziehungen und regionale Fragen gesprochen – die Abschaffung des Visaregimes, die Erneuerung des Migrationsabkommens und der Zollunion, die Lage in Afghanistan, Libyen, im östlichen Mittelmeerraum... Der Weg der Türkei in die EU“, betonte der türkische Staatschef.
Er fügte hinzu, dass der Handelsumsatz zwischen Deutschland und der Türkei in naher Zukunft auf 50 Milliarden Dollar steigen solle.
Er hoffe auch, die Zusammenarbeit fortführen zu können. „Ich wünsche der neuen Regierung und ihrem Kanzler jetzt schon viel Erfolg.“
Merkel unterstrich ihrerseits, es sei wichtig, dass die EU die Türkei weiterhin „bei der Bekämpfung der illegalen Migration“ unterstütze.
Sie merkte an, dass die Unterstützung der Türkei in der Flüchtlingsfrage „über das bereits Beschlossene hinaus“ gewährleistet sein müsse. Erdogan sagte, die Türkei sei „Gastgeber“ für Flüchtlinge. „Und das wird auch so bleiben.“
Die Europäische Union und die Türkei hatten sich vor fünf Jahren auf die EU-Türkei-Erklärung geeinigt. Diese sieht vor, dass die Türkei gegen unerlaubte Migration in die EU vorgeht und Griechenland illegal auf die Ägäis-Inseln gelangte Migranten zurück in die Türkei schicken kann. Im Gegenzug übernimmt die EU für jeden zurückgeschickten Syrer einen syrischen Geflüchteten aus der Türkei und unterstützt das Land finanziell bei der Versorgung der Flüchtlinge.
„Die Türkei leistet Außergewöhnliches im Blick auf syrische Flüchtlinge“, sagte Merkel, die mehrfach das Bemühen um gute Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei betonte. Die Kanzlerin bedauerte, dass es in Syrien trotz Führung der Vereinten Nationen nicht gut vorangehe und dass die Lage im Ort Idlib nach wie vor „sehr angespannt“ sei.
Auch über Libyen haben beide Staats-und Regierungschefs bei ihrem Treffen am Samstag gesprochen. Merkel warb für baldige Wahlen in dem nordafrikanischen Land und für eine „nachhaltige Lösung“.
Ankunft der Nahost-Flüchtlinge im Bahnhof München (Archivbild) - SNA, 1920, 17.08.2021
Studie behauptet: Merkels Flüchtlingspolitik hat Migration nicht angekurbelt
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