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Welthunger-Index 2021: Deutliche Rückschritte bei Hungerbekämpfung durch Konflikte und Klimawandel

© CC0 / RitaE / PixabayBesteck (Symbolbild)
Besteck (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.10.2021
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Weltweit hungern etwa 811 Millionen Menschen und 41 Millionen leben am Rande einer Hungersnot. Besonders dramatisch ist die Lage in Somalia, Jemen, Afghanistan, Madagaskar und dem Südsudan. Das belegt der Welthunger-Index 2021.
Der neue Welthunger-Index untersucht die Ernährungslage in 128 Ländern und bestätigt die deutlichen Rückschritte bei der Hungerbekämpfung. 47 Länder werden bis 2030 noch nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen, 28 davon liegen in Afrika südlich der Sahara. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die Lage aber auch in Ländern wie Indien, Pakistan, Afghanistan, Papua-Neuguinea, Nord-Korea oder Venezuela „ernst“ ist. Bereits die letzten UN-Berichte haben deutlich gewarnt, da die Zahl der Hungernden und Armen seit einigen Jahren wieder ansteigt.
„Unsere Befürchtungen im letzten Jahr haben sich leider bestätigt. Hungersnöte sind zurück und multiple Krisen lassen die Zahl der Hungernden immer weiter steigen“, sagt Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe. Die Corona-Pandemie habe die angespannte Ernährungslage in vielen Ländern des Südens noch einmal verschärft und Millionen Familien hätten ihre Existenzgrundlage verloren. Die größten Hungertreiber blieben aber Konflikte und der Klimawandel. „Die Ärmsten und Schwächsten werden von den Folgen des Klimawandels besonders hart getroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beitragen. Die Klimakrise ist eine Frage der Gerechtigkeit. Daher brauchen wir auf der anstehenden Klimakonferenz im November in Glasgow klare und verbindliche Ziele für die Reduzierung des CO²-Ausstoßes sowie finanzielle Unterstützung für die Förderung von Klimaresilienz“, fordert Thieme.
Mehr als die Hälfte aller unterernährten Menschen lebe in Ländern, die von Gewalt, Konflikt und Fragilität geprägt seien. Wo Krieg herrsche, würden Ernten, Felder und wichtige Infrastruktur zerstört. Die Menschen verließen ihre Dörfer aus Angst vor Kämpfen und Übergriffen und seien auf humanitäre Hilfe zum Überleben angewiesen. Wo Hunger und Armut herrschten, nähmen aber auch Konflikte zu, so Thieme. „Wir brauchen tragfähige politische Konfliktlösungen und eine Stärkung des Rechts auf Nahrung. Der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe muss endlich konsequent sanktioniert werden. Darüber hinaus benötigen wir flexible Finanzierungsmodelle, die die Wechselwirkung von Ernährung und Frieden stärker in den Blick nehmen.“
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