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Trotz Staatshilfe in Millionenhöhe: Alitalia ist pleite und muss schließen

© AFP 2021 / ANDREAS SOLARODas Alitalia-Flugzeug mit Papst Franziskus hebt am 5. März 2021 vom Flughafen Fiumicino in Rom zu seiner Reise in den Irak ab.
Das Alitalia-Flugzeug mit Papst Franziskus hebt am 5. März 2021 vom Flughafen Fiumicino in Rom zu seiner Reise in den Irak ab. - SNA, 1920, 14.10.2021
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Alitalia, die 1946 gegründete größte nationale Fluggesellschaft Italiens, soll am Donnerstag wegen Insolvenz schließen.
Der letzte Alitalia-Flug AZ1586 werde am Donnerstagabend von der sardischen Stadt Cagliari abfliegen und 177 Passagiere zum internationalen Flughafen Rom Fiumicino bringen, teilte der Pressedienst der Fluggesellschaft mit. Andrea Gioia, der seit 1989 im Unternehmen tätig und in dieser Zeit rund 15.000 Stunden geflogen sei, werde das Flugzeug pilotieren.
Ab dem 15. Oktober soll das staatliche Unternehmen Italia Trasporto Aeroo (ITA), welches im Oktober letzten Jahres auf Beschluss der nationalen Regierung gegründet wurde, führende Fluggesellschaft des Landes werden. Die italienischen Behörden sprachen von „Investitionen in die Zukunft“ und dem „Neustart des Luftverkehrssystems“ und betonten, dass diese Vorgehensweise die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Wirtschaft und des Tourismus fördern solle. Allein die Tatsache der Insolvenz von Alitalia zeugt jedoch davon, dass die jahrelangen Versuche des italienischen Staates und der Investoren, die berühmte Fluggesellschaft zu retten, gescheitert sind.
Der letzte derartige Schritt wurde im August 2014 unternommen, als mit der emiratischen Fluggesellschaft Etihad Airways eine Vereinbarung über den Verkauf von 49 Prozent der Anteile an Alitalia geschlossen worden war. Die Vereinbarung sah eine Rekapitalisierung des italienischen Unternehmens in Höhe von insgesamt 1,16 Milliarden Euro vor. Im April 2017 hatten die Mitarbeiter von Alitalia jedoch während einer Abstimmung den vom neuen Top-Management vorgeschlagenen Anti-Krisen-Plan abgelehnt.
In der Folge wurde in der Fluggesellschaft ein Notfallmanagement eingeführt, wobei der Staat dem Unternehmen Kredite in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden Euro zugewiesen hat. Insgesamt belaufen sich die staatlichen Finanzspritzen für Alitalia seit 1974 auf rund 13 Milliarden Euro.
Im September musste die Europäische Kommission einschreiten und kam eventuell zu dem Schluss, dass die von der Regierung im Rahmen des Notfallmanagements gewährten Kredite illegal gewesen seien, da sie den EU-Beihilfevorschriften widersprochen hätten. Laut Beschluss der EU-Kommission muss der Staat dieses Geld samt Zinsen von der Fluggesellschaft einziehen.
Bei dem Unternehmen ITA, das 52 Flugzeuge und Flugcodes von Alitalia erben soll, werden zunächst 2800 Mitarbeiter tätig sein. In naher Zukunft soll die Frage des Erwerbs der Marke „Alitalia“ geklärt werden, für die die außerordentlichen Kommissare 290 Millionen Euro erhalten wollten. Die Geschäftsführung von ITA habe aber ihnen bisher nur 50 Millionen angeboten.
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