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Keine Quoten für Geschlecht oder ethnische Zugehörigkeit beim Nobelpreis – Leiter der Akademie

© SNA / Pixabay (Collage)Nobelpreis (Symbolbild)
Nobelpreis (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.10.2021
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Der Leiter der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften, Göran K. Hansson, schließt eine Einführung von Geschlechter- oder ethnischen Quoten bei der Auswahl der Nobelpreisträger aus. Das entspreche dem Geist des letzten Willens von Alfred Nobel.
Göran K. Hansson, der Generalsekretär der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften, räumte in einem Interview mit der „Agence France-Presse“ (AFP) ein, dass „sehr wenige Frauen“ im Rennen seien. Er betonte jedoch, der Preis würde letztendlich an diejenigen gehen, die „am würdigsten befunden wurden“.

„Ungerechte Bedingungen in der Gesellschaft“

Die philippinische Journalistin Maria Ressa war neben zwölf Männern die einzige Frau, die in diesem Jahr mit dem Nobelpreis geehrt wurde. Sie teilt sich den Friedensnobelpreis mit ihrem russischen Kollegen Dmitry Muratov. Seit seiner Gründung im Jahr 1901 wurden 59 Auszeichnungen an Frauen vergeben, das sind nur 6,2 Prozent der bisher verliehenen Preise. Dennoch sagt Hansson gegenüber AFP:
„Es ist traurig, dass es so wenige Nobelpreisträgerinnen gibt und das spiegelt die ungerechten Bedingungen in der Gesellschaft wider.“ Das gelte insbesondere für die Vergangenheit, aber die Unterschiede seien weiterhin vorhanden. Es gebe noch sehr viel zu tun, so der schwedische Arzt.

„Wir haben beschlossen, dass wir keine Quoten für Geschlecht oder ethnische Zugehörigkeit einführen werden. Wir wollen, dass jeder Preisträger akzeptiert wird, weil er die wichtigste Entdeckung gemacht hat und nicht wegen des Geschlechts oder der ethnischen Zugehörigkeit. Und das entspricht dem Geist des letzten Willens von Alfred Nobel.“

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Der Preis geht an den wichtigsten wissenschaftlichen Beitrag

Hansson betonte, die Akademie werde sicherstellen, dass „alle verdienten Frauen eine faire Chance bekommen, für den Nobelpreis in Betracht gezogen zu werden“. Er sagte auch: „Erhebliche Anstrengungen“ würden unternommen, um Nominierungen von Wissenschaftlerinnen zu fördern. Es wurde dafür gesorgt, dass die Ausschüsse der Preisverleihung und Akademien über das Problem und über unbewusste Voreingenommenheit Bescheid wissen würden:

„Wir hatten Vorträge von Soziologen, wir hatten Gruppendiskussionen, wir haben uns viel Mühe gegeben“, fügte Hansson hinzu.

„Am Ende werden wir den Preis an diejenigen vergeben, die für am würdigsten befunden werden, die die wichtigsten Beiträge geleistet haben.“
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