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Erstmals seit 2011: Kein Wachstum der Stadtbevölkerung im vergangenen Jahr

Ulm - SNA, 1920, 14.10.2021
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Die Stadtbevölkerung in Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 zum ersten Mal nicht gewachsen. In einigen Altersgruppen fällt die Veränderung der Zuwanderung in die Großstädte besonders deutlich auf.
Ende 2020 lebten in Deutschland knapp 24,5 Millionen Menschen in kreisfreien Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, waren das rund 29,4 Prozent der gesamten Bevölkerung.
Dabei setzte sich das seit 2011 festgestellte Wachstum der Stadtbevölkerung von 0,7 Prozent pro Jahr nicht fort. Sowohl bei Umzügen innerhalb des Landes, als auch bei Zu- und Fortzügen aus dem beziehungsweise in das Ausland gab es Rückgänge.
In dem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020 gab es im Bereich der Binnenwanderung rund 855.000 Zuzüge und 965.000 Fortzüge. Noch im Vorjahr waren es 933.000 Zuzüge gegenüber 993.000 Fortzügen gewesen. Die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland lag bei ungefähr 452.000 und die Zahl der Fortzüge ins Ausland bei 361.000. Im Vorjahr verzeichneten die kreisfreien Großstädte laut den Angaben noch 620.000 Zuzüge und 472.000 Fortzüge.
Eine besonders deutliche Veränderung ist in gewissen Altersgruppen zu beobachten. Bei der Binnenwanderung nahm beispielsweise vor allem der Zuzug der 18- bis 22-Jährigen, also junger Erwachsener im typischen Alter von Ausbildung und Studienstart, in große Städte ab.
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