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Interview mit CNBC: Putin äußert sich zu Nachfolger-Frage, Dollar-Schicksal, Nawalny und AUKUS

© SNA / Sergej Gunejew / Zur BilddatenbankRusslands Präsident Wladimir Putin
Russlands Präsident Wladimir Putin  - SNA, 1920, 14.10.2021
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich in einem Interview mit dem TV-Sender CNBC zu unterschiedlichen Themen, darunter auch zu dem Dollar-Schicksal, Fall Nawalny und AUKUS-Bündnis, geäußert.
Das Gespräch mit dem Sender fand nach einer Plenarsitzung des Forums „Russische Energiewoche“ statt. Der Text des Interviews wurde in der Nacht zum Donnerstag auf der Kreml-Webseite veröffentlicht.
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Die erste Frage der TV-Moderatorin Hadley Gamble war in Bezug auf den möglichen Nachfolger des russischen Staatchefs.

„Keine Entscheidungen bislang getroffen“

Bezüglich der möglichen Teilnahme an den nächsten Wahlen sagte Putin, dass er traditionell solche Fragen nicht beantworte.
„Bis zu den nächsten Wahlen gibt es nocht genug Zeit. Die Gespräche über dieses Thema destabilisieren die Situation. Die Situation muss ruhig, stabil sein, damit alle Machtorgane, alle staatlichen Strukturen sicher arbeiten und ruhig in die Zukunft sehen.“
Der Präsident erinnerte an das Recht, für die zweite Amtszeit zu kandidieren. „Darüber wurden bislang keine Entscheidungen getroffen“, betonte er.

Über Perspektiven des Dollar

Der Dollar verliere für den Präsidenten seine Positionen als Weltreservewährung. Die USA nützten Putin zufolge die Währung als Sanktionsinstrument aus und machen somit einen großen Fehler.
„In diesem Zusammenhang lässt sich sagen, dass die USA den Ast absägen, auf dem sie sitzen, weil sie somit diesen absoluten konkurrenzfähigen Vorteil des Dollar als universelle Weltreservewährung untergraben; im Interesse der augenblicklichen politischen Konjunktur schaden sie ihren strategischen Wirtschaftsinteressen“, so Putin.
Er verwies darauf, dass sich das Volumen von Abrechnungen und Reserven der Weltländer in der amerikanischen Währung reduziere. Russland mache das genauso und tendiere zur Nutzung der Nationalwährung. Moskau sei allerdings nicht daran interessiert, völlig auf den Dollar zu verzichten.
„Uns passen bisher die Dollar-Abrechnungen für Energieressourcen, vor allem für Erdöl.“

Cyber-Währung

Mit Hinblick auf die Cyber-Währung betonte Putin, dass diese nicht sehr stabil sei. „Um die Mittel aus einem Ort in einen anderen zu überweisen, passt es, aber um zu handeln, umso mehr mit Energieressourcen zu handeln, ist es aus meiner Sicht noch frühzeitig.“
„(…) Mal schauen, wie es weiter geht; vielleicht kann es ein Akkumulationsmittel sein. Wir sehen, wie dieser Markt fluktuiert. Aktuell ist noch zu früh dafür.“

AUKUS

Ferner äußerte sich der Präsident zur Bildung des AUKUS-Bündnisses von Australien, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Putin zufolge unterminiere die Bildung solcher Blöcke die regionale Stabilität.
„Aus meiner Sicht ist es gut, Freundschaft miteinander zu pflegen, aber ,die Freundschaft gegen jemanden‘ ist schlecht. Das unterminiert die Stabilität, über die wir reden und um die wir uns kümmern.“
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Fall Nawalny

Außerdem kommentierte der Staatschef die Situation um den russischen Blogger Alexej Nawalny. Auf die Frage der Journalistin, ob man bereit sei, das Lebensniveau von Nawalny zu erhöhen, sagte Putin: „Der Herr, den Sie erwähnt haben, befindet sich in einer Strafanstalt.“ „Nicht die besten Lebensbedingungen“, betonte die Gesprächspartnerin.
„Nicht die besten Bedingungen, aber er ist nicht der einzige. Neben ihm gibt es auch andere Menschen, die auch russische Gesetze verletzt haben, und wir haben nicht vor, jemandem eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen, das gilt auch für jene, die sich hinter einer politischen Tätigkeit verstecken“, schlussfolgerte Putin.
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