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Homeoffice zu fairen Bedingungen stärkt Verbundenheit mit dem Unternehmen – Studie

© CC0 / pixabay/Free-PhotosHomeoffice (Symbolbild)
Homeoffice (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.10.2021
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Zufriedene Arbeitnehmer identifizieren sich stärker mit ihrem Arbeitgeber. Wie eine neue Studie nahelegt, kann dafür auch die Möglichkeit förderlich sein, von zu Hause aus zu arbeiten. Vorausgesetzt, die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben bleiben gewahrt.
Die Arbeit im Homeoffice kann nicht nur in Pandemiezeiten für eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben und damit für mehr Zufriedenheit bei den Beschäftigten sorgen. Wenn die Arbeit aus den eigenen vier Wänden gut ausbalanciert ist, kann sie auch dazu beitragen, dass die Beschäftigten sich stärker mit dem Unternehmen und seinen Zielen und Erfolgen, aber auch mit seinen Problemen identifizieren. Das fanden die Forscherinnen Dr. Yvonne Lott vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung und Prof. Dr. Anja Abendroth von der Universität Bielefeld heraus.
Dafür werteten Lott und Abendroth Befragungsdaten aus dem Linked Personal Panel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus und legten das Augenmerk auf die Verbindung zwischen Heimarbeit und „Commitment“ der Beschäftigten. Unter anderem flossen in die Fragestellung Aussagen wie „Dieses Unternehmen hat einen bedeutenden persönlichen Wert für mich“ oder „Ich betrachte die Probleme des Unternehmens als meine eigenen“ ein. Die Daten stammten aus der Befragungswelle von 2014/15, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung der Hans-Boeckler-Stiftung. Eine Verzerrung durch Sondereffekte der Coronakrise, als ein großer Teil der Beschäftigten zeitweise von zu Hause arbeiten musste, sei damit ausgeschlossen. Die Ergebnisse seien repräsentativ für Unternehmen in Deutschland mit mehr als 50 Beschäftigten.

Homeoffice stärkt Identifikation mit Unternehmen, wenn die Bedingungen passen

Zum Zeitpunkt der Befragung hatten knapp 16 Prozent der Beschäftigten zumindest zeitweise von zu Hause gearbeitet. Der Studie zufolge fiel ihre Identifikation mit dem Arbeitgeber im Schnitt höher aus als bei Beschäftigten, die keine Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten. Wichtige Voraussetzung für die Zufriedenheit ist jedoch eine gute Work-Life-balance, fanden die Forscherinnen aus. Ist diese gut, kann sich das positiv auf Motivation und Identifikation mit dem Arbeitgeber auswirken. Bewirkt die Arbeit im Homeoffice aber, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt, weil die Arbeitnehmer etwa das Gefühl haben, immer erreichbar sein oder besonders viel leisten zu müssen, um zu beweisen, dass sie auch im Homeoffice produktiv sind, kann der Effekt genau gegenteilig sein. Bei den befragten Beschäftigten hielten sich die Zufriedenen und die Unzufriedenen etwa die Waage.
Unternehmen müssten die Interessen der Beschäftigten in Bezug auf Homeoffice stärker berücksichtigen, so die Wissenschaftlerinnen. Außerdem müsse ein vertrauenswürdiges und faires Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern gefördert werden. Entscheidend sei, dass beide Seiten von der gewonnenen Flexibilität profitieren. Dies sei auch wichtig, um Arbeitskräfte zu halten. Denn: Sinkt die Identifikation mit dem Arbeitgeber, steigt das Risiko einer Kündigung. „Angesichts der zunehmenden Forderungen der Arbeitnehmer nach Vereinbarkeit, ist zu erwarten, dass mitarbeiterorientierte Flexibilität eine noch wichtigere Rolle spielen wird“, analysiert Yvonne Lott.
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