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Gewalt im Kosovo: Russlands Außenamt mahnt die Nato zur Pflichterfüllung

© SNA / Alexej Witwizkij / Zur BilddatenbankKosovo
Kosovo - SNA, 1920, 14.10.2021
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Russland hat die Nato dazu aufgerufen, nach dem jüngsten Gewaltausbruch im Norden des Kosovo befriedend auf die kosovarische Regierung einzuwirken. Das russische Außenministerium hat auf den eigentlichen Auftrag der Nato hingewiesen, für Frieden und Ordnung in der Region zu sorgen.
Diesem Auftrag solle die nordatlantische Allianz auch nachkommen, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gegenüber Medien. Die Nato solle ihr Mandat erfüllen angesichts der Chuzpe, die sich die Führung in Pristina gegenüber den ethnischen Serben im Norden des Kosovo erlaube.
Die kosovarische Polizei hatte am gestrigen Mittwoch in dem überwiegend von Serben bewohnten Nord-Teil der Stadt Mitrovica Razzien durchgeführt. Die schwerbewaffneten Beamten rückten mit gepanzerten Fahrzeugen an, angeblich um gegen Schmuggler vorzugehen. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit den Einwohnern, die kosovarischen Beamten setzten Schusswaffen ein. Berichten zufolge mussten zehn Menschen mit Schussverletzungen medizinisch behandelt werden, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr.
„Diese Vorgehensweise der Regierung in Pristina und die undeutliche Reaktion ihrer externen Kuratoren provozieren ein Abrutschen in die offene Konfrontation“, sagte Sacharowa.
Die Nato ist seit Juni 1999 mit einem Truppenkontingent im Kosovo stationiert, wo sie die KFOR-Mission anführt. Ihr Mandat stützt sich unter anderem auf eine Resolution des UN-Sicherheitsrates. Die erklärten Ziele des KFOR-Einsatzes bestehen darin, weitere Gewaltausbrüche im Kosovo zu verhindern sowie für Frieden und Ordnung in dieser Region zu sorgen.
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat seine Landsleute noch am selben Tag dazu aufgerufen, sich gegen die Gewalt der kosovarischen Regierung zu verteidigen. Sollte Pristina weiterhin auf Serben schießen, werde Belgrad zu Gegenmaßnahmen greifen müssen.
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