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RKI weist Schuld an Untererfassung der Impfungen von sich

© AP Photo / Fritz ReissRKI-Hauptgebäude in Berlin (Archivbild)
RKI-Hauptgebäude in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 13.10.2021
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In einer Mitteilung vom Mittwoch verteidigt sich das Robert Koch-Institut gegen den Vorwurf, die Impfquoten nicht genau erfasst zu haben. Das Meldesystem sei auf die Angaben der impfenden Stellen angewiesen. Auch Virologe Christian Drosten nimmt das RKI in Schutz.
Nachdem bekannt geworden war, dass die Impfquote höher liegen könnte, als offiziell angegeben, ist das RKI in Kritik geraten. Nun verteidigt sich das Institut in einem Schreiben. Für die Ermittlung der Covid-19-Impfquoten sei es auf die zuverlässige Übermittlung der Zahl der täglich durchgeführten Impfungen durch die impfenden Stellen, als Impfzentren, Impfteams, Krankenhäuser, Arztpraxen und Betriebsärzte, angewiesen. "Die Meldung der impfenden Stellen ist in § 4 der Coronavirus-Impfverordnung gesetzlich vorgeschrieben, sie muss vollständig und zeitnah erfolgen, um den Impffortschritt in Deutschland so genau und aktuell wie möglich abbilden zu können", so Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Eine zu niedrige Erfassung sei daher kein Fehler oder Versäumnis des RKI, sondern gehe auf unterbliebene Meldungen zurück. Schließlich könne das RKI nur Daten veröffentlichen, die ihm auch übermittelt worden seien.
Bereits im August 2021 habe das RKI darauf hingewiesen, dass es Untererfassungen geben könnte. Das sei im Rahmen der monatlich durchgeführten Erhebungen der Covimo-Studie aufgefallen. Darin gab ein wesentlich höherer Prozentsatz der Befragten an, bereits geimpft zu sein, als aus der offiziellen Statistik zu vermuten gewesen wäre. Auch in der folgenden Befragung wurde eine höhere Impfrate angegeben.
„Dies hat das RKI zum Anlass genommen, die Untererfassung in DIM erneut zu schätzen: Unter der Annahme, dass alle an Betriebs- und niedergelassenen Ärzte gelieferten Impfstoffdosen auch verimpft worden sind, wurde die Untererfassung im DIM mit Stand 5.10.2021 auf bis zu 5 Prozentpunkte geschätzt. In der Altersgruppe der Erwachsenen (ab 18 Jahre) könnten zu diesem Zeitpunkt also bereits bis zu 84 % zumindest einmal und bis zu 80 % vollständig geimpft sein“, heißt es in der Mitteilung.
Die Zielimpfquote wäre damit jedoch immer noch nicht erreicht. Diese liege bei mindestens 85 Prozent bei allen 12- bis 59-Jährigen und bei mindestens 90 Prozent bei den Über-60-Jährigen.
Auch Virologe Christian Drosten sieht keine Schuld des RKI bei der Untererfassung. Die öffentliche Aufregung um die Diskrepanz sei „komplett umsonst“, sagte Drosten im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info.
Corona-Impfung  - SNA, 1920, 07.10.2021
RKI geht von mehr Geimpften aus als gedacht – Spahn für Schritte Richtung Normalität
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