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Putin zu Gaspreiskrisen: Deutsche Firmen sollten sich vor Schröder „tief verbeugen“

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankGasförderbetrieb
Gasförderbetrieb - SNA, 1920, 13.10.2021
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Deutsche Unternehmen sollten nach Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin dem Altkanzler Gerhard Schröder dafür dankbar sein, dass Deutschland russisches Gas inzwischen zu niedrigen Preisen beziehen kann. Putin sprach über die Gaskrise am Mittwoch in einer Plenarsitzung im Rahmen der Russischen Energiewoche in Moskau.
Er verwies darauf, dass Deutschland jetzt Gas „nicht für 1000 bis 1500 Dollar pro 1000 Kubikmeter, sondern für 300 Dollar pro 1000 Kubikmeter“ bezieht. Dafür sollte man sich vor dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder „tief verbeugen“.
Als „Quatsch, Unsinn und politisch unmotivierte Plapperei“ hat der russische Präsident die Behauptungen abgetan, wonach Russland Gas als Waffe benutze.
„Man braucht nur ins Internet zu schauen. Dort gibt es allerlei, und Sie sprechen dabei von Anschuldigungen gegen Russland wegen Nutzung von Energieressourcen als Waffen. Das ist Quatsch, Unsinn, politisch unmotivierte Plapperei, die keine seröse Grundlage hat und durch nichts untermauert ist“, sagte Putin.
Der Präsident verwies darauf, dass Russland die Gaslieferungen nach Europa insgesamt um 15 Prozent vergrößert hat und bereit ist, die Liefermengen weiter zu vergrößern.
„Wir steigern die Lieferungen nach Europa. Bei Gazprom ist das eine Steigerung um zehn Prozent, und die Gesamtlieferungen Russlands nach Europa sind um 15 Prozent erhöht worden. Bei Gaspipelines sind das zehn Prozent und bei verflüssigtem Erdgas wurden 13 Prozent erreicht.“
Gas im Haushalt  - SNA, 1920, 08.10.2021
Gaskrise in Europa: Russland wird mit gesamter EU verhandeln müssen – Borrell
Wie Putin betonte, hat Russland seine Lieferungen erhöht und nicht reduziert, während andere Anbieter ihre Lieferungen um 14 Milliarden Kubikmeter verringert hätten. Die Hälfte davon seien US-Lieferanten.
Laut Putin könnte Russland seine Lieferungen auch weiter steigern, wenn es darum gebeten werden sollte, und zwar „in dem Maße, wie unsere Partner uns darum bitten“.
Das Problem des Gasmangels in Europa liege nicht bei Russland, sondern bei den Ländern der Europäischen Union selbst, sagte Putin.
Die Europäer hätten nicht rechtzeitig erforderliche Mengen von Gas in ihre unterirdischen Speicheranlagen eingepumpt, auch wegen Stillstands von Windrädern im Sommer. So seien die Lager nur zu 75 Prozent gefüllt, das sei sehr wenig, so Putin.
„Die Lieferungen aus anderen Regionen Europas, aber auch aus den USA sind reduziert worden. Wir haben die Lieferungen erhöht, während die USA ihre Lieferungen verringerten. All das hat Panik ausgelöst“, ergänzte der Präsident.
Die Russische Energiewoche findet vom 13. bis 15. Oktober in Moskau statt.
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