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Nukleare Sprengung von Asteroiden kann Erde retten – Studie

Erde (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.10.2021
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Wenn ein Asteroid der Erde gefährlich nah kommt, kann er mit Atomsprengköpfen zerstört und eine Katastrophe verhindert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine simulationsgestützte Studie.
Gefährliche Asteroiden sollen früh erkannt und von ihrer Bahn abgelenkt werden. Die Möglichkeiten dazu reichen von schweren Begleitsatelliten, die über längere Zeit die Himmelskörper langsam ablenken, über gezielten Beschuss mit Raketen zum selben Zweck bis hin zu einer Sprengung der Gesteinsbrocken.
Letzteres wird vor allem dann interessant, wenn weniger als ein Jahr bis zum voraussichtlichen Einschlag des Himmelskörpers auf die Erde übrigbleibt. Dieses Vorgehen könnte funktionieren, haben Forscher der Johns-Hopkins-Universität im US-Bundesstaat Maryland gezeigt. Ihre Berechnungen wurden in der Zeitschrift „Acta Astronautica“ vorgestellt.
In einem Computermodell haben sie dabei die Auswirkungen einer Atombombe mit der Sprengkraft einer Megatonne auf einen 100 Meter großen Asteroiden untersucht. Es wurden fünf Szenarien durchgespielt, bei denen die Bombe im Abstand von sechs Monaten bis zu nur einer Woche vor Kollision den Asteoriden traf.
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Dabei beschränkte sich in den Simulationen der zerstörerische Splitterregen auf ein Zehntel eines Prozents bei einer Sprengung zwei Monate im Vorfeld. Bei größeren Brocken ist ein Splitterregen von einem Prozent der Masse möglich – wenn der Asteroid sechs Monate vor Kollision getroffen wird.
Eine große Herausforderung stellt in diesem Szenario vor allem die Simulation der Splitterbahnen dar. Denn vom Einschlag hängen die Bahnen ab – sitzt der Einschlag schlecht, dann gibt es viele Brocken, die die Erde mit voller Wucht treffen.
Die Forscher untersuchten entsprechend verschiedene Einschlagszenarien auf der Suche nach Ausgängen mit dem geringsten Schaden – und kamen so in den besten Szenarien auf 0,1 bis einen Prozent. Eine solche Sprengung ist nur für sehr nahe Objekte gedacht. Bei früherer Entdeckung ist den Wissenschaftlern zufolge grundsätzlich die bessere Wahl, den Himmelskörper gezielt abzulenken, da hierbei kein schädlicher Splitterregen entsteht.
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