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Neun Naturphänomene, die der Menschheit drohen

© CC0 / Pexels / PixabayVulkan (Symbolbild)
Vulkan (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.10.2021
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Am 13. Oktober wird auf Initiative der Vereinten Nationen der Internationale Tag der Katastrophenvorsorge begangen. Drei Viertel der Naturkatastrophen gehen inzwischen auf Extremwetterereignisse zurück. Wir haben Naturphänomene aufgelistet, die Katastrophen auslösen können beziehungsweise bereits zu diesen mehrmals geführt haben.
Naturkatastrophen kennen keine staatlichen Grenzen. Die verheerenden Folgen eines solchen Kataklysmus können jeden betreffen. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wegen des Klimawandels solche Naturkatastrophen künftig häufiger auftreten – weltweit“, schrieb einst das Auswärtige Amt anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorsorge. 75 Prozent der Naturkatastrophen gehen inzwischen auf Extremwetterereignisse zurück, hieß es von der Behörde.
Durch den Klimawandel sind zum Beispiel mehr als 60 heimische Tierarten durch den Klimawandel bedroht, darunter Schmetterlinge und Weichtiere wie Schnecken und Käfer, so das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland Hilft“.
Zum Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge haben wir neun Naturphänomene aufgelistet, die die Maßstäbe des Klimawandels sowie seine katastrophalen Folgen zeigen.

Höhere Temperaturen

Die wärmsten Jahre seit Beginn der systematischen Messungen im Jahr 1800 liegen im 21. Jahrhundert, teilte die NASA Anfang dieses Jahres mit. Laut Wissenschaftlern könnte die Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um weitere ein bis sechs Grad steigen.
Kohlekraftwerk im Ruhrgebiet  - SNA
Klima in Deutschland: Erwärmung

Die mittlere Temperatur in Deutschland ist seit 1881, dem Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen, gestiegen. Das vergangene Jahrzehnt war rund 1,9 Grad Celsius wärmer als die ersten Jahrzehnte der Beobachtungen, folgt aus dem 2020 veröffentlichten Bericht des Deutschen Wetterdienstes „Was wir heute über das Extremwetter in Deutschland wissen“. Damit stiegen die Temperaturen hierzulande deutlich stärker als im weltweiten Durchschnitt. Neun der zehn wärmsten Jahre traten in den letzten 20 Jahren auf. Drei Jahre waren sogar mehr als 2,5 Grad wärmer als die Werte zwischen 1881 und 1910.

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Tropische Stürme

Jedes Jahr entstehen rund 80 tropische Stürme, von denen sich ein Drittel bis die Hälfte zu Hurrikanen entwickeln, erklärt das Portal „Bildungsserver“. Sie entstehen über tropischen Meeren mit Wassertemperaturen von mindestens 26°C, so der Deutsche Wetterdienst. Experten gehen davon aus, dass es in Zukunft nicht nur mehr, sondern auch stärkere Wirbelstürme geben wird.

Vulkane

Weltweit sind etwa 500 bis 600 Vulkane aktiv, von denen jährlich 50 bis 60 tätig werden. Auch die Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz gilt als aktives Vulkangebiet. Der Vulkanismus der Eifel begann vor 50 Millionen Jahren im Tertiär und hielt bis in die geologische Gegenwart an. Diese vulkanische Aktivität wird unter anderem durch austretende vulkanische Gase gekennzeichnet, wie zum Beispiel im Laacher See. Die größte Bedrohung für die Menschheit stellen aber Supervulkane wie der Yellowstone-Vulkan in Wyoming (USA) dar. Diese brechen aber nur selten aus, erläutert die „Aktion Deutschland Hilft“.
CO2 - SNA, 1920, 08.10.2021
Kein Geld mehr für Klimawandel-Leugner auf YouTube

Tsunamis

Tsunamis waren bisher sehr selten. Nur ein Prozent der Meeresbeben lösen überhaupt messbare Tsunamis aus. Ihre Unauffälligkeit macht sie aber zur fatalsten Naturkatastrophe überhaupt, erläutert die „Welthungerhilfe“.
Der verheerende Tsunami vom 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean gilt als tödlichster Tsunami seit Menschengedenken. Damals verloren mindestens 230.000 Menschen ihr Leben, etwa 1,7 Millionen wurden obdachlos. Für Deutschland war es die größte Naturkatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, so der DWD. 537 der Deutschen starben an den Küsten des Indischen Ozeans. Die meisten von ihnen hatten Weihnachtsurlaub. Der Tsunami vor Japan am 11. März 2011 forderte zwar weniger Tote, doch er löste die nukleare Katastrophe von Fukushima aus.

Hitze und Dürre

Weltweit nehmen Dürren sowie Hitzewellen zu. Laut den Angaben des Bündnisses deutscher Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland Hilft e.V.“ gibt es 110 Länder mit dürreanfälligen Trockengebieten, also rund in jedem zweiten Land auf der Welt. Die Organisation der Vereinten Nationen besteht aus 193 Staaten, der Heilige Stuhl und der Staat Palästina besitzen den Status eines permanenten Beobachters.
Dürre (Symbolbild) - SNA
Klima in Deutschland: Längere Trockenzeiten

Die trockenen Jahre 2018 und 2019 sind laut Umweltbundesamt beispiellos für die vergangenen 250 Jahre. In Mitteleuropa gab es seit 1766 keine zweijährige Sommer-Dürre dieses Ausmaßes, mehr als 50 Prozent des Ackerlandes waren von ihr betroffen, so der Deutsche Wetterdienst in seinem Bericht 2020. In Deutschland war es 2018 um 25 Prozent und 2019 um sieben Prozent zu trocken, hieß es vom UBA Anfang Juli 2021. Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass der Gesamtboden in Deutschland bis in eine mittlere Tiefe von 1,80 Metern das dritte Trockenjahr in Folge erlebt.

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Eisschmelze

Fast 45 Milliarden Tonnen Eis gehen jährlich verloren. Am schnellsten erwärmt sich die Antarktische Halbinsel. Ein Viertel der Landfläche auf der Nordhalbkugel besteht noch aus Dauerfrost-Böden, insgesamt 23 Millionen Quadratkilometer. Bis 2100 könnte mehr als ein Zehntel davon aufweichen, alarmieren Wissenschaftler.

Anstieg des Meeresspiegels

Die schmelzenden Polkappen lassen den Meeresspiegel jährlich im Durchschnitt etwa drei Millimeter ansteigen. Bis zum Jahr 2100 könnte sich aber dieser Wert mehr als verdoppeln, wie Wissenschaftler berechnet haben.
Überschwemmung in Erfstadt, NRW, Deutschland (17.07.2021) - SNA
Klima in Deutschland: Hochwassergefahr

Die Zahl der Tage mit Großwetterlagen mit hohem Hochwassergefahrenpotenzial hat sich laut den Angaben des Deutschen Wetterdienstes seit Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland im Durchschnitt deutlich erhöht. In den letzten drei Jahrzehnten lag die Zahl solcher Ereignisse um das Zwei- bis Dreifache über den Werten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, folgt aus dem 2020 veröffentlichten DWD-Bericht „Was wir heute über das Extremwetter in Deutschland wissen“.

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat zuvor mitgeteilt, dass bis 2070 etwa 150 Millionen Menschen durch Überschwemmungen gefährdet sein werden. Demnach seien heute 40 Millionen betroffen.

Erdbeben

Erschütterungen mit einer Stärke unter 2 auf der Richterskala sind für Menschen nicht spürbar. Auch in Deutschland ereignen sich jährlich hunderte leichte Erdbeben, berichtet die „Aktion Deutschland Hilft“. Gefährlich wird es ab Stufe 5. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat noch im Jahr 2016 mehr als 35.000 Naturkatastrophen-Ereignissen analysiert. Durch Erdbeben kamen demnach von 1900 bis 2015 weltweit insgesamt 2,32 Millionen Menschen ums Leben.

CO2-Ausstoß

Der größte Teil der globalen Erwärmung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde durch natürliche Klimafaktoren verursacht, behauptet das Umweltbundesamt in einem seiner Berichte. Seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts hingegen seien aber die steigenden atmosphärischen Treibhausgaskonzentrationen der bestimmende Faktor für die beobachtete globale Erwärmung. Nach Angaben des „Oeschger Zentrums für Klimaforschung“ der Universität Bern ist die heutige CO2-Konzentration in der Atmosphäre über 28 Prozent höher als je zuvor in den letzten 800.000 Jahren.
Grüne Energie (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.05.2021
Umstieg auf erneuerbare Energien: EU-Grüne fordern verdreifachten CO2-Preis bis 2030
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