Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Lego bricht künftig Gender-Stereotype in seinem Spielzeug

© AFP 2021 / STRLego auf einer Messe
Lego auf einer Messe   - SNA, 1920, 13.10.2021
Abonnieren
Lego will sein Spielzeug künftig von Geschlechtsstereotypen befreien. Wie der dänische Hersteller am Montag, dem internationalen Mädchentag ankündigte, sollen Lego-Spiele nun so gefertigt und vermarktet werden, dass sie nicht speziell für Jungen oder Mädchen angeboten werden.
„Das Unternehmen setzt sich dafür ein, Lego-Spiele inklusiver zu machen und sicherzustellen, dass die kreativen Ambitionen von Kindern – beides in Zukunft – nicht durch Geschlechterstereotypen eingeschränkt werden“, hieß es in einer Mitteilung des Spielzeugherstellers. Dazu gehört etwa, dass die Produkte nun auf der Webseite nicht mehr mit „für Mädchen“ oder „für Jungen“ gekennzeichnet, sondern nach Alter, Interessen und Themen gefiltert werden.
Der Schritt erfolgt, nachdem Forscher im Auftrag des Unternehmens knapp 7000 Kinder und Eltern aus China, Tschechien, Japan, Polen, Russland, Großbritannien und den USA zu ihren Ansichten zu Karrieren, außerschulischen Aktivitäten und Spielzeug befragt haben. Die Studie des von der Schauspielerin Geena Davis gegründeten gleichnamigen Forschungsinstituts ergab, dass Geschlechtsklischees die Einstellungen zum Spielen und künftigen Berufen nach wie vor beeinflussen.
Flaschenverschlüsse - SNA, 1920, 08.10.2021
Bänke aus Plastikabfällen in Schulnähe – Spanien bringt Kindern Recycling-Projekt nahe
Mädchen werden demnach typischerweise zu Aktivitäten ermutigt werden, die kognitiver, künstlerischer und leistungsbezogener sind als Jungen, die eher zu körperlichen und MINT-ähnlichen Aktivitäten (Digital, Wissenschaft, Bau, Werkzeuge) gedrängt werden. Eltern aus dieser Studie ermutigen Mädchen fast fünfmal häufiger als Jungen zu Tanz und Verkleiden und mehr als dreimal häufiger zum Kochen. Dagegen die Jungen werden fast viermal häufiger als Mädchen zu Sport und mehr als doppelt so häufig zu Codierungsspielen animiert.
Außerdem gaben 76 Prozent der Eltern an, dass sie ihren Sohn zum Spielen mit Legosteinen ermutigen würden, während nur 24 Prozent dies auch ihren Töchtern empfehlen würden.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала