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„Kanada heißt 40.000 Flüchtlinge willkommen“ – Premierminister Trudeau

© AP Photo / Stephanie LecocqKanadischer Premierminister Justin Trudeau
Kanadischer Premierminister Justin Trudeau - SNA, 1920, 13.10.2021
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Kanada wird dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau zufolge nach der militärischen Machtübernahme in Afghanistan durch die Taliban* 40.000 Flüchtlinge aufnehmen. Dies erklärte der Regierungschef am Mittwoch.
„Kanada heißt 40.000 Flüchtlinge willkommen, und wir fordern andere dazu auf, ihre Unterstützung für die sichere Neuansiedlung von Flüchtlingen ebenfalls zu verstärken“, schrieb Trudeau auf Twitter.
Vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Lage in Afghanistan hatte sich Kanada im August bereit erklärt, 20.000 von den Taliban bedrohten Afghanen Schutz zu gewähren und sie im Land aufzunehmen. In erster Linie waren es die Afghanen, die einen Beitrag zur Tätigkeit der kanadischen Regierung in Afghanistan geleistet hatten sowie die besonders gefährdeten Gruppen der Bevölkerung, darunter Aktivisten, Menschenrechtsverteidiger, Journalisten, verfolgte religiöse Minderheiten, Vertreter der LGBT-Bewegung und Familienmitglieder der zuvor umsiedelten Dolmetscher.
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Die Lage in Afghanistan eskalierte, nachdem der US-Präsident Joe Biden im April seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, die US-Mission in Afghanistan zu beenden. Danach erhöhten die Taliban-Kämpfer das Tempo ihrer Offensive und etablierten am 15. August innerhalb von mehreren Stunden kampflos die volle Kontrolle über Kabul. Daraufhin legte der afghanische Präsident, Aschraf Ghani, sein Amt nieder und floh aus dem Land. Die katastrophale Situation in Afghanistan führte dazu, dass Zehntausende Flüchtlinge das Land verlassen hatten. Zu Aufnahmestaaten wurden nicht nur die mit Afghanistan benachbarten Länder, sondern auch europäische Länder und die USA.
Millionen afghanische Flüchtlinge und Binnenvertriebene

Von den 2,6 Millionen afghanischen Flüchtlingen (Stand: Ende 2020) leben fast 90 Prozent (über 2,2 Millionen) als registrierte Flüchtlinge in den Nachbarländern Pakistan (über 1,4 Millionen) und dem Iran (780.000), so das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Mehr als eine Million davon seien Kinder unter 14 Jahren. Drei Viertel der Flüchtlinge dort seien unter 25 Jahre alt. In Europa machen Asylbewerber aus Afghanistan noch vor Geflüchteten aus Syrien die größte Gruppe der Neuankömmlinge aus, hieß es. 2,9 Millionen Menschen in Afghanistan lebten Ende 2020 als Binnenvertriebene im eigenen Land.

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