Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Lebenserwartung in Deutschland durch Covid-19 leicht gesunken

© CC0 / geralt / PixabayCoronavirus (Symbolbild)
Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.10.2021
Abonnieren
Einer Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) zufolge hat die Corona-Pandemie die Lebenserwartung in Deutschland weniger beeinflusst als in anderen Ländern. Zugleich stellt das Institut große Unterschiede innerhalb Deutschlands fest.
Zwischen 2019 und 2020 sei die Lebenserwartung hierzulande bei Männern um 0,3 Jahre und bei Frauen um 0,1 Jahre gesunken, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden mit. In den Vereinigten Staaten, wo Maßnahmen zur Corona-Eindämmung nur zögerlich ergriffen worden seien, ging die Lebenserwartung den Angaben zufolge bei Männern um 2,2 und bei Frauen um 1,7 Jahre zurück.
„Dies sind für ein hoch entwickeltes Land sehr außergewöhnliche Werte“, erklärte Pavel Grigoriev, Leiter der BiB-Forschungsgruppe Mortalität.
In Polen, Spanien und Italien sei die Lebenserwartung im vergangenen Jahr bei Männern und Frauen um jeweils mehr als ein Jahr zurückgegangen, so das Institut weiter.
Günstiger als in Deutschland entwickelte sich die Lebenserwartung dagegen in nordeuropäischen Ländern – außer in Schweden, wo geringere Eindämmungsmaßnahmen ergriffen worden waren. Die Lebenserwartung würde nicht nur durch Covid-19 beeinflusst, detaillierte Sterbestatistiken zeigten aber einen erheblichen Einfluss in vielen Ländern, erklärte Grigoriev.
Auch innerhalb Deutschlands stellte das Institut große Unterschiede fest. In Schleswig-Holstein sei ähnlich wie im benachbarten Dänemark die Lebenserwartung gestiegen – dies war vor der Corona-Pandemie seit Jahren auch bundesweit der Fall. Mecklenburg-Vorpommern liege ebenfalls über dem Bundesschnitt. Sachsen habe dagegen einen Rückgang verzeichnet. In Westdeutschland steche der Rückgang in Bayern hervor. Die Forscher sprachen von räumlichen Mustern, die teilweise über nationale Grenzen hinausgingen. Sie errechneten die Werte aus Daten des Statistischen Bundesamts.
Dieses ermittelte für September 2021 in einer Sonderauswertung insgesamt 77.612 Sterbefälle in Deutschland, das waren zehn Prozent mehr als im Mittel der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. Von Januar bis September liegen die Zahlen im Schnitt fünf Prozent über dem Vergleichswert. In der Woche vom 27. September bis 3. Oktober starben laut einer Hochrechnung sechs Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum.
Weinende Frau (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.10.2021
Pandemie-Folgen: Deutlich mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen weltweit
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала