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Zahl der Firmenpleiten in Deutschland angestiegen – Statistisches Bundesamt

© CC0 / NickyPe / PixabayRestaurant (Symbolbild)
Restaurant (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.10.2021
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Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gibt es in Deutschland immer mehr Firmenpleiten, da die Corona-Sonderregelungen für überschuldete Unternehmen ausgelaufen sind.
Die Zahl der Anträge auf eine Regelinsolvenz stieg im September im Vergleich zum August um sechs Prozent, wie die Behörde auf Grundlage vorläufiger Meldungen am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat stellt sich ein Anstieg um 25 Prozent heraus. Im September 2020 hatte es aber einen starken Einbruch um 31 Prozent im Vergleich zu dem von der Corona-Krise unbeeinflussten September 2019 gegeben.
Die befürchtete Welle von Unternehmenspleiten blieb auch im Juli weiterhin aus, für den das Bundesamt endgültige Zahlen vorlegt. Mit 1200 Anträgen bei den Amtsgerichten lag die Zahl 12,3 Prozent unter dem Juli 2020 und auch 27,0 Prozent unter dem gleichen Monat des Jahres 2019. Allerdings stand mehr Geld im Feuer. Nach 3,9 Milliarden noch ein Jahr zuvor beliefen sich die Forderungen der Gläubiger auf 4,6 Milliarden Euro.
Um eine Pleitewelle in der Pandemie abzuwenden, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt von Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit vorübergehend ausgesetzt. Seit dem 1. Mai gilt die Insolvenzantragspflicht wieder in vollem Umfang. Ausnahmen gibt es für Betriebe, die im Sommer Schäden durch Starkregen oder Überflutungen erlitten haben.
Eine Gesetzesänderung hat die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stark ansteigen lassen. Im Juli dieses Jahres wurden 78 Prozent mehr (insgesamt 7164 Fälle) registriert als ein Jahr zuvor. In der Zwischenzeit haben die Verbraucher und Verbraucherinnen die Chance, sich schneller von den Restschulden zu befreien, was aus Sicht der Statistiker zu dem Anstieg geführt hat.
Schließung von Geschäften - SNA, 1920, 15.12.2020
Prognose für 2021: „Gigantische Pleite- und Insolvenzwelle kommen auf uns zu“
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