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„Pandora Papers“: Ecuadors Parlament will gegen Präsident Lasso ermitteln

© REUTERS / MEXICO'S PRESIDENCYEcuadors President Guillermo Lasso
Ecuadors President Guillermo Lasso - SNA, 1920, 11.10.2021
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Nach den Veröffentlichungen aus den „Pandora Papers“ will neben Chile nun auch Ecuador gegen seinen Präsidenten ermitteln. Das Parlament des südamerikanischen Landes stimmte am Sonntag für die Ermittlungen im Zusammenhang mit den „Pandora Papers“, in denen Präsident Guillermo Lasso figuriert, wie aus einer Mitteilung des Parlaments folgt.
„Das Plenum der Nationalversammlung hat mit 105 Stimmen den Anordnungsentwurf gebilligt, mit dem die ständige Sonderkommission für Verfassungs-, Menschen- und kollektive Rechte beauftragt wird, eine Untersuchung in Bezug auf die Dokumente der ‚Pandora Papers‘, Briefkastenfirmen und hinterzogene Steuern durchzuführen. Der Bericht soll dem Plenum innerhalb von 30 Tagen vorgelegt werden“, heißt es in einer auf Twitter veröffentlichten Mitteilung des Parlaments.
Zudem müsse die Kommission die notwendigen Informationen anfordern, um die Verbindung von Präsident Guillermo Lasso zu diesem Fall, „der mit der Aufbewahrung von Geld in Steueroasen zu tun hat, zu klären“, heißt es weiter.
Zuvor hatte das Parlament die Initiative des Abgeordneten Ronny Aleaga Santos gebilligt, eine Kommission für die Prüfung der Dokumente aus den „Pandora Papers“ zu bilden.
Nach Angaben des internationalen Journalistenkonsortiums ICIJ, die auf den „Pandora Papers“ basieren, war Lasso mit zehn Offshore-Unternehmen und Trusts in Panama, South Dakota und Delaware verbunden gewesen.
Der chilenische Präsident Sebastián Piñera  - SNA, 1920, 09.10.2021
„Pandora Papers“: Ermittlungen gegen Chiles Präsidenten wegen Verdachts auf Korruption
Zwei Trusts in South Dakota werden derzeit offenbar dafür genutzt, um das Geschäft von Lasso in Panama unter Kontrolle zu halten. Im Falle seines Todes würden sie Entschädigungen an seine Frau und Kinder zahlen.
Der Präsident selbst wies alle Vorwürfe zurück und erklärte gegenüber ICIJ in Bezug auf diese Trusts, dass er „in keiner Weise mit Eigentum, Kontrolle, Gewinn oder Interesse jeglicher Art“ in den „Bretten Trust“ und „Liberty US Trust“ zu tun habe.

Ermittlungen gegen Chiles Präsidenten wegen Verdachts auf Korruption

Zuvor hatte der chilenische Generalstaatsanwalt Jorge Abbott nach den Veröffentlichungen aus den „Pandora Papers“ Ermittlungen gegen Chiles Präsidenten Sebastián Piñera angeordnet. Piñera würden Korruption, Bestechung und Steuervergehen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf der Mine „Minera Dominga“ im Norden Chiles vorgeworfen.
Die Enthüllungen der „Pandora Papers“, wonach die Familie von Sebastián Piñera 2010 einen Teil des millionenschweren Geschäfts mit „Minera Dominga“ auf den britischen Jungferninseln getätigt habe, hatten in Chile für Aufregung gesorgt.
Dollar (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.10.2021
„Pandora Papers“: Datenleck enthüllt Offshore-Geschäfte hunderter Politiker und Promis
Am 3. Oktober hatte das internationale Journalistenkonsortium ICIJ geheim gehaltene Geschäfte Hunderter Milliardäre, Politiker, Religionsführer und Drogenhändler veröffentlicht. Darunter befanden sich 35 gegenwärtige und ehemalige Politiker, auch drei lateinamerikanische Präsidenten, sowie mehr als 300 Beamte aus etwa 100 Ländern. Die sogenannten Pandora Papers beruhen nach Angaben des Konsortiums auf fast zwölf Millionen Dokumenten aus 14 Unternehmen weltweit.
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