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SPD-Politikerin Freitag spricht sich für diplomatischen Olympia-Boykott in Peking aus

© REUTERS / TINGSHU WANGDie Zeremonie zur Enthüllung des Slogans der Olympischen Winterspiele in Peking am 17. September 2021
Die Zeremonie zur Enthüllung des Slogans der Olympischen Winterspiele in Peking am 17. September 2021 - SNA, 1920, 11.10.2021
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Die scheidende Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag, hat sich im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur für einen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking durch internationale Spitzenpolitiker ausgesprochen. Ihrer Ansicht nach wäre das ein wünschenswerter Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in China.
„Persönlich habe ich große Sympathien für den von Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, ins Gespräch gebrachten sogenannten diplomatic boycott“, äußerte die SPD-Politikerin gegenüber der DPA.
„Zumindest die führenden Vertreter und Vertreterinnen demokratischer Staaten könnten durch ihr Fernbleiben IOC-Präsident Thomas Bach und seiner Entourage zeigen, was sie von Vergaben der Spiele in Staaten halten, in denen Werte des Sports und einer freien Gesellschaft mit Füßen getreten werden“, sagte Freitag, die sich nach 27 Jahren aus der Bundespolitik zurückzieht.
Solange Olympische Spiele durchgeführt würden, werde das IOC nicht der Verlierer sein, betonte sie. Die Durchführung garantiere, dass Geld auf die Konten des IOC fließe. „Natürlich können Spiele unter den genannten Bedingungen keine unbeschwerten Spiele sein.“
Aber bei aller Kritik dürfe man auch nicht vergessen, wie lange Athleten auf diese Olympischen und Paralympischen Spiele hingearbeitet hätten.
„Insofern wird es immer unterschiedliche Sichtweisen auf die Durchführung unter Corona-Bedingungen, aber auch mit Blick auf die eingeschränkte Pressefreiheit oder die unsägliche Missachtung der Menschenrechte geben“, sagte Freitag.
Spritze gegen das Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
Nur wer geimpft ist, darf mitspielen – USA nehmen nur geimpfte Sportler zu Olympia mit
Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen in China die Weltgemeinschaft zum „diplomatischen Boykott“ der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking aufgerufen. Die Athleten sollten ihr zufolge weiterhin an den Spielen teilnehmen dürfen. Jedoch sollten die Staatsoberhäupter nicht nach China reisen. Der Regierung in Peking warf sie Menschenrechtsverletzungen und Genozid an Uiguren vor.
China wies die Vorwürfe entschieden zurück und lehnte die Politisierung des Sports ab.
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