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Rucksack-Diebstahl in Moskau: Drei Mitarbeiter von US-Botschaft stehen unter Verdacht

© AFP 2021 / Nalia KolesnikovaUS-Botschaft in Moskau
US-Botschaft in Moskau - SNA, 1920, 10.10.2021
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In einer Bar in Moskau soll einem Mann ein Rucksack gestohlen worden sein. Die Polizei verdächtigt mittlerweile drei Mitarbeiter der US-Sicherheitskräfte. Das russische Außenministerium hat die US-Botschaft bereits aufgefordert, den vermutlichen Tätern die Immunität zu entziehen und damit eine strafrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.
Der Vorfall soll sich am 18. September ereignet haben. Erst am 8. Oktober gab die russische Polizei die laufenden Ermittlungen gegen drei Mitarbeiter der US-Botschaft in Moskau bekannt. Ihre Identität konnte dank der Überwachungskameras festgestellt werden, wie die Polizei gegenüber russischen Medien bestätigte.
Bei den Tätern handelt es sich laut dem Leiter des Pressedienstes des Moskauer Hauptquartiers des russischen Innenministeriums um Marineinfanteristen im Alter zwischen 21 und 26 Jahren, die als Mitarbeiter in der US-Botschaft in Moskau tätig waren. Die Verdächtigen sollen einem Kinderpsychologen in einer Bar einen Rucksack gestohlen haben, wo sich der Betroffene „nach einem schweren Arbeitstag“ aufgehalten habe, um sich zu entspannen.
Seinen Rucksack soll er unter einer Bartheke verstaut haben. Als er das Lokal verlassen wollte, soll er zuvor für fünf Minuten weggegangen sein. Als er zur Theke zurückkehrte, war sein Rucksack Angaben zufolge verschwunden.
Die Polizei hat dem russischen Außenministerium ein Video vorgelegt, auf dem die Verdächtigen offenbar im alkoholisierten Zustand mit dem gestohlenen Rucksack das Gebäude der diplomatischen Vertretung in Moskau betreten.

Der Betroffene kommentiert Vorfall

In einem Radio-Interview gab der Betroffene bekannt, dass in seinem Rucksack außer der Dokumente auch Visitenkarten gewesen seien. Auch „eine Telefonnummer und eine E-Mail“ waren da, sodass sie, so der Betroffene weiter, ihm hätten schreiben und sagen können, dass sie das Gestohlene zurückgeben würden.
„Ich war sogar bereit, etwas dafür als Belohnung zu geben, aber die Jungs haben mich nicht angerufen“, sagte der Russe weiter und fügte hinzu, dass sie womöglich Angst gehabt hätten.
Der Betroffene schätzt den ihm zugefügten Sachschaden auf 15.000 Rubel (umgerechnet ca. 180 Euro).
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Reaktion des russischen Außenministeriums

Auf einem YouTube-Kanal erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, dass die Polizeibeamten umgehend eine Ermittlung durchgeführt und Videoaufnahmen gefunden hätten.
„Da die Täter – und sie sind Mitarbeiter der US-Botschaft – Immunität genießen, hat das russische Außenministerium eine Nachricht an die US-Botschaft geschickt. Es wurde vorgeschlagen, entweder die Immunität aufzuheben und ihnen die Möglichkeit zu gewähren, am Prozess teilzuhaben, oder sofort das Territorium unseres Landes zu verlassen“, erklärte sie und fügte hinzu: „Soweit ich verstanden habe, haben sie sich für die zweite Option entschieden.“
Zudem äußerte Sacharowa, der Rucksack sei, soweit sie wisse, dem Opfer noch nicht zurückgegeben worden: „Offenbar hat sie etwas im Rucksack interessiert.“
Eine Stellungnahme der US-Seite zu dem Vorfall liegt noch nicht vor.
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