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Nach Drohung aus China: Taiwan will Verteidigung stärken

© REUTERS / ANN WANGTaiwans Präsidentin Tsai Ing-wen
Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen  - SNA, 1920, 10.10.2021
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Nach dem Appell aus Peking, sich mit China wiederzuvereinigen, will Taiwan seine Verteidigung stärken. Peking droht mit einer gewaltsamen Eroberung der Inselrepublik, die als „untrennbarer Teil“ der Volksrepublik angesehen wird.
Taiwan werde seine Verteidigung ausbauen, um sicherzustellen, dass niemand es zwingen könne, den Weg zu nehmen, den Peking vorzeichne, sagte Präsidentin Tsai Ing-wen am Sonntag in Taipeh. Dieser Weg biete „weder ein freies und demokratisches Leben, noch Souveränität“ für die 23 Millionen Taiwaner, betonte Tsai Ing-wen in einer Rede zum Nationalfeiertag.
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping  - SNA, 1920, 09.10.2021
„Mit friedlichen Mitteln“: China fordert Wiedervereinigung mit Taiwan – Taipeh lehnt Appell ab
Die Beziehungen zu China seien so kompliziert wie nie zuvor in den vergangenen sieben Jahrzehnten, sagte Taiwans Präsidentin. „Es sollte absolut keinerlei Illusionen geben, dass sich das taiwanische Volk Druck beugen wird“, wird sie von der Nachrichtenagentur DPA zitiert.
Dennoch hoffe sie auf eine Entspannung und werde nicht unbesonnen handeln. „Wir rufen dazu auf, den Status quo zu bewahren, und wir werden alles tun, um zu verhindern, dass der Status quo einseitig verändert wird“, sagte Tsai Ing-wen.
Am Vortag hatte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Taiwan aufgefordert, sich der kommunistischen Volksrepublik anzuschließen. Eine Vereinigung mit „friedlichen Mitteln“ diene der Nation am besten, betonte Xi. Er warnte aber, dass eine Abspaltung Taiwans „ein böses Ende“ nehmen werde.
In den vergangenen Wochen waren chinesische Militärflieger bereits mehrmals verstärkt in Taiwans Identifikationszone zur Luftverteidigung (ADIZ) eingedrungen. Am Sonntagmorgen meldeten lokale Medien, dass wieder eine Militärmaschine gesichtet und verwarnt worden sei.
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