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Nach Corona-Krawallen in Rom: Polizei nimmt zwei Anführer rechtsextremer Partei fest

© REUTERS / REMO CASILLIProteste gegen Corona-Maßnahmen in Rom: Zusammenstößemit der Polizei
Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Rom: Zusammenstößemit der Polizei - SNA, 1920, 10.10.2021
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Nach Zusammenstößen mit der Polizei in Rom, zu denen es am Samstag bei den Protesten gegen die verbindliche Einführung des sogenannten „Grünen Passes“ kam, haben italienische Ordnungshüter unter anderem zwei Spitzenfunktionäre der rechtsextremen Partei Forza Nuova festgenommen. Darüber berichten italienische Medien am Sonntag.
Es handelt sich demnach um den Parteisekretär Roberto Fiore und den Chef der Bewegung in Rom, Giuliano Castellino. Insgesamt seien zwölf Randalierer festgenommen worden.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP forderte eine Reihe von italienischen Politikern der politischen Mitte und der linken Parteien ein Verbot der Forza Nuova.
„Wir haben genug von der Gewalt durch neofaschistische Gruppen. Wir werden morgen im Parlament einen Eilantrag einreichen, in dem wir die Regierung auffordern, Forza Nuova aufzulösen“, sagte der Abgeordnete von der Demokratischen Partei (PD), Emanuele Fiano.
Eine Reihe anderer Abgeordneter und Mitglieder der Regierung unterstützen diesen Schritt.
Der Chef der Gewerkschaft CGIL, Maurizio Landini, forderte vor dem zerstörten Sitz der Gewerkschaft ebenfalls ein Verbot der Forza Nuova. Am kommenden Samstag, 16. Oktober, werde eine antifaschistische Demonstration stattfinden, kündigte er an.

Unruhen in Rom

Zuvor hatten die internationalen Nachrichtenagenturen von Protesten in der italienischen Hauptstadt berichtet, die sich gegen Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung richteten, unter anderem auch gegen die Initiative der Regierung, den „Grünen Pass“ ab dem 15.Oktober für alle Arbeitnehmer obligatorisch zu machen. Ursprünglich war der Impfausweis für den Zutritt zu vielen Kultur- und Freizeiteinrichtungen erforderlich gewesen, sein Geltungsbereich wurde jedoch ausgeweitet. Mit dem Dokument – in physischer oder digitaler Form – müssen Beschäftigte nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Wer kein Gesundheitszeugnis vorlegt, soll ohne Bezahlung suspendiert werden, kann aber nicht entlassen werden.
Impfung in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 04.10.2021
Impfdruck erhöht Widerstand bei Ungeimpften – Studie
Einige Protestler versuchten, zu dem Büro des Premierministers zu gelangen, andere stürmten den Sitz der größten italienischen Gewerkschaft CGIL, die die verbindliche Einführung des „Grünen Passes“ unterstützt hatte.
Es kam zu Zusammenstößen zwischen den Protestierenden und der Polizei, die Wasserwerfer und Tränengas einsetzen musste.
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