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Pandemie-Folgen: Deutlich mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen weltweit

© CC0 / Pexels / PixabayWeinende Frau (Symbolbild)
Weinende Frau (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.10.2021
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Die Zahl der psychischen Erkrankungen ist laut einer neuen Studie im Corona-Jahr 2020 weltweit deutlich gestiegen. Am meisten sind Frauen und Jüngere betroffen.
Eine neue Studie der Forscher von der australischen Universität Queensland und der Universität Washington, die im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde, hat gezeigt: Je höher die Infektionsrate im Land ist und je weniger Bewegungsfreiheit es gibt, desto höher ist die Prävalenz von schweren depressiven Störungen und Angststörungen. Das heißt also, dass es in den Ländern, die am schwersten von Corona betroffen waren, die meisten Menschen mit psychischen Erkrankungen gab.

Um bis zu 28 Prozent mehr Angst- und Depressionsfälle

Insgesamt haben die Forscher 53 Millionen neue Fälle von schweren depressiven Störungen und 76 Millionen neue Fälle von Angststörungen im Jahr 2020 festgestellt. Die Zahl von beiden hat global um knapp 28 bzw. knapp 26 Prozent zugenommen.
Relativ niedrig war der Zuwachs der Fälle von depressiven und Angststörungen in Deutschland mit je 17 Prozent. Stärker betroffen waren etwa Frankreich, Russland und die USA.
Jedoch räumten die Forscher ein, dass keine Angaben besonders für Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen gab. Weitere Erhebungen seien nötig, so die Forscher.
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Am meisten Frauen und jüngere Menschen betroffen

Die Studie hat gezeigt, dass jüngere Menschen deutlich mehr psychische Krankheiten während des ersten Pandemie-Jahres bekommen haben. Dies liege an der fehlenden Interaktion mit Gleichaltrigen, Schulschließungen und der Angst vor Arbeitslosigkeit, sagte Co-Autorin Alize Ferrari einer Mitteilung zufolge.
Auch bei Frauen gab es mehr psychische Störungen als bei Männernwährend der Pandemie. Dies sei auf niedrigere Bezahlung sowie mehr Pflege- und Haushaltspflichten und häusliche Gewalt im Lockdown zurückzuführen.

Regierungen müssten dem Trend gegensteuern

Die Autoren der Studie forderten von den Regierungen dringende Maßnahmen, um die psychosozialen Gesundheitssysteme weltweit zu stärken und der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.
Es müsse dringend mehr geforscht werden, um die psychische Gesundheit im Kontext der Pandemie weltweit zu verbessern, so die Experten.
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