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„Mit friedlichen Mitteln“: China fordert Wiedervereinigung mit Taiwan – Taipeh lehnt Appell ab

© REUTERS / CARLOS GARCIA RAWLINSDer chinesische Staatspräsident Xi Jinping
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping  - SNA, 1920, 09.10.2021
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Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat zu einer friedlichen Wiedervereinigung mit Taiwan aufgerufen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen hat den Aufruf jedoch entschieden zurückgewiesen.
„Die vollständige Wiedervereinigung unseres Landes wird und kann verwirklicht werden“, betonte er in seiner Ansprache bei einer Feier in der Großen Halle des Volkes, die am Samstag anlässlich des 110. Jahrestages der Revolution von 1911 abgehalten wurde.
Die Taiwan-Frage sei aus der Schwäche und dem Chaos der chinesischen Nation entstanden und werde mit der Verwirklichung der nationalen Erneuerung gelöst werden.

„Dies ist durch den allgemeinen Trend der chinesischen Geschichte bestimmt, aber, was noch wichtiger ist, es ist der gemeinsame Wille des gesamten chinesischen Volkes“, sagte Xi.

Eine nationale Wiedervereinigung mit friedlichen Mitteln diene am besten den Interessen der gesamten chinesischen Nation, einschließlich der Landsleute in Taiwan, sagte Xi.
„Die Landsleute auf beiden Seiten der Straße von Taiwan sollten auf der richtigen Seite der Geschichte stehen und sich die Hände reichen, um die vollständige Wiedervereinigung Chinas und die Erneuerung der chinesischen Nation zu erreichen“, äußerte er.
Diejenigen, die ihr Erbe vergessen, ihr Mutterland verraten und versuchen würden, das Land zu spalten, würden zu keinem guten Ende kommen: Diese Personen würden vom Volk verachtet und von der Geschichte verurteilt werden, mahnte der chinesische Staatspräsident.
Außerdem warnte der chinesische Staats- und Parteichef vor einer ausländischen Einmischung in die Taiwan-Frage, ohne konkrete Länder zu nennen: Die Taiwan-Frage sei eine rein innere Angelegenheit Chinas, die keine Einmischung von außen dulde, äußerte er.
Taiwanesische Militärs (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.10.2021
US-Spezialkräfte bilden Truppen in Taiwan aus – Pentagon-Sprecher
Bei der Revolution von 1911 wurde die Qing-Dynastie gestürzt und unter Sun Yat-sen die Republik China gegründet.

Taiwan weist Xis Appell zurück

Taiwan sei ein „souveränes und unabhängiges Land und nicht Teil der Volksrepublik China“, äußerte der Sprecher von Präsidentin Tsai Ing-wen am Samstag in Taipeh.
„Die Zukunft des Landes liegt in den Händen des taiwanischen Volkes“, zitiert ihn die deutsche Presse-Agentur. Bei der Revolution von 1911 sei eine „demokratische Republik, nicht eine autoritäre Diktatur“ gegründet worden. In Taiwan sei diese Demokratie „wahrhaftig verwirklicht“ worden, so der Sprecher weiter.
Die Sprecherin des chinesishcen Außenministeriums Hua Chunying (Archivbild) - SNA, 1920, 04.10.2021
Chinas Außenamt appelliert an USA: Mit Unterstützung der Taiwan-„Separatisten“ aufhören
Unter Hinweis auf die Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie Hongkong 1997 an China, die als Vorbild für eine „Wiedervereinigung“ mit Taiwan genannt wird, warf der Sprecher der Regierung in Peking vor, ihre Versprechen gebrochen zu haben. Dass sich 50 Jahre nichts ändern solle, habe Peking widerrufen. Auch sei der Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ nicht machbar. Die Mehrheit der 23 Millionen Taiwaner lehne das Modell ganz klar ab. Auch verteidigten sie ihren demokratischen und freiheitlichen Lebensstil.
Die Taiwan-Frage hat ihren Ursprung im chinesischen Bürgerkrieg von 1927 bis 1949 zwischen den Kommunisten unter Mao Zedong und der Kuomintang-Partei unter Chiang Kai-shek. Letzterer flüchtete nach seiner Niederlage auf dem Festland und der Ausrufung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 mit seinen Truppen auf die Insel Taiwan. Ende der 1980er Jahre wurden die geschäftlichen und informellen Kontakte zwischen der Insel und dem chinesischen Festland wieder aufgenommen. Seit den frühen 1990er Jahren begannen sie, über Nichtregierungsorganisationen Kontakt aufzunehmen.
Taiwan Kampfjets - SNA, 1920, 03.10.2021
USA besorgt über Chinas Aktivitäten in Taiwan
Peking betreibt die sogenannte „Ein-China-Politik“ und betrachtet Taiwan als untrennbaren Teil der Volksrepublik. Länder, die diplomatische Beziehungen zu Peking unterhalten, dürfen danach keine offiziellen Kontakte zu Taipeh pflegen. Die Insel wiederum sieht sich als ein souveräner Staat, der sich von dem Festlandchina 1949 „abgespalten“ habe, und nennt sich aber weiter Republik China.
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