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Übergangspremier von Mali äußert sich zu Medienberichten über russische Söldner im Land

Mali Putsch - SNA, 1920, 08.10.2021
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Medienberichte über russische Militärakteure im westafrikanischen Mali sind laut dem Übergangspremierminister des Landes, Choguel Kokalla Maiga, eine Desinformationskampagne.
„Im Westen wird viel über die Zusammenarbeit zwischen Mali und Russland gesprochen, es ist viel erfunden worden, viele Artikel in den Medien, aber alle sind negativ orientiert. Ich möchte sagen, dass Mali und Russland schon seit Langem – seit den Zeiten der Sowjetunion – gute Freunde sind. Die Sowjetunion und später Russland ist ein Freund Malis, der Mali in den frühen Jahren der Unabhängigkeit half. In Russland wurden viele Arbeitskräfte – sowohl zivile als auch militärische – in verschiedenen Bereichen ausgebildet“, sagte der Politiker.
Er betonte, die Unabhängigkeit des Landes gebe das Recht, mit jedem Staat im Interesse der Bevölkerung zusammenzuarbeiten.
„Das ist unser einziges Ziel. In den letzten Wochen ist in den Medien allerdings eine große Kampagne, eine diplomatische Kampagne gegen den malischen Staat im Gange. Aber wir beachten diese Vorwürfe nicht. Wir arbeiten im Interesse unseres Volkes“.
Diese Kampagne zielt laut dem Übergangspremierminister darauf ab, Mali zu erpressen, um die Zusammenarbeit des Landes mit Russland zu beenden.
„Dies ist eine Erpressung, die unsere Absicht – unser Territorium, unser Land zu schützen – nicht schwächen kann. Diese Erpressung wird kein Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit mit so zuverlässigen Partnern wie Russland sein“, fügte Choguel Kokalla Maiga hinzu.
Am Vortag teilte das französische Militär mit, dass es keine Hinweise auf die Präsenz des privaten russischen Militärunternehmens Wagner in Mali gefunden habe.

Europäische Politiker sind besorgt

In Frankreich und anderen westlichen Ländern hatten im September Berichte über einen möglichen Einsatz von Truppen der privaten russischen Söldnerfirma Wagner in Mali große Besorgnis ausgelöst. In Deutschland mehrten sich die Stimmen, in einem solchen Fall den Bundeswehr-Einsatz in dem afrikanischen Krisenstaat zu überprüfen.
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, teilte mit, russische Streitkräfte seien in Mali nicht present und es würden dort keine offiziellen Verhandlungen geführt.
Malis Regierung hatte erklärt, dass es sich bei den angeblichen Plänen, die russische Söldnerfirma Wagner anzuheuern, lediglich um Gerüchte handele. Nach Informationen aus der Hauptstadt Bamako soll es der durch einen Putsch an die Macht gekommenen Führung vor allem um den eigenen Personenschutz gehen.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow - SNA, 1920, 25.09.2021
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An der UN-Mission Minusma zur Stabilisierung Malis sind etwa 900 Männer und Frauen aus Deutschland beteiligt. Rund 300 deutsche Soldaten sind zudem für die seit 2013 laufende EU-Ausbildungsmission EUTM im Land, die bislang nach eigenen Angaben 15.000 malische Soldaten geschult hat. Der Erfolg gilt als mäßig, teils fehlt es in Mali schon an Angaben der Buchführung, wo Soldaten, Sold und Waffen abgeblieben sind.
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