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Kalifornien: Ausmaß der Ölpest immer noch nicht bekannt

© REUTERS / DAVID SWANSONÖlpest vor kalifornischer Küste
Ölpest vor kalifornischer Küste  - SNA, 1920, 08.10.2021
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Knapp eine Woche nach dem Auslaufen von Öl vor der südkalifornischen Küste ist immer noch unbekannt, wie viel von der Flüssigkeit aus einer leckgeschlagenen Unterwasserpipeline ausgetreten ist – obwohl Experten sagen, dass die Menge leicht zu berechnen sein sollte.
Rebecca Ore von der US-Küstenwache sprach am Donnerstag von mindestens 95.000 Litern Rohöl. Als „schlimmstes Szenario“ nannte sie eine Menge von 500.000 Litern. Das Unternehmen, das die Pipeline besitzt und betreibt, erklärte zuvor internationalen Medien zufolge, dass nicht mehr als 477.000 Liter ausgelaufen sind. Laut dem in Houston ansässigen Ölkonzern Amplify Energy beträgt die Gesamtmenge möglicherweise nur 111.300 Liter.
David Pettit, ein leitender Anwalt der Umweltschutzorganisation Natural Resources Defense Council, der an der Reaktion auf die massive Ölpest Deepwater Horizon im Golf von Mexiko arbeitete, sagte nach Angaben von AP, die Ölmenge, die in den Ozean gelangte, sollte für Amplify einfach und schnell festzustellen sein. „Wenn sie wissen, wie hoch die Durchflussmenge in der Pipeline war, wie stark und wie lange der Druck abgefallen ist, könnte man das in wenigen Minuten berechnen“, zitiert die Nachrichtenagentur Pettit. „Das ist Geld für sie“, fügte er hinzu. „Sie wissen, wie viel sie verloren haben, da bin ich mir sicher.“
Taucher entdeckten einen Riss in der Pipeline in einer Entfernung von etwa acht Kilometern vor der Küste in einer Tiefe von etwa 30 Metern. Die Rohrleitung sei möglicherweise durch den Anker eines Schiffs beschädigt worden, das Rohöl zu einer Anlage an der Küste transportiert, hieß es. Es werden aber auch andere Faktoren, wie Korrosion, untersucht.
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In der Unglücksregion befanden sich viele Schiffe, darunter auch der deutsche Frachter „Rotterdam Express“. Die US-Küstenwache hatte das Containerschiff der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd am Mittwoch untersucht. Ein Sprecher von Hapag-Lloyd sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, die „Rotterdam Express“ habe zur Zeit des Unglücks an einem festen Platz gelegen, den die Behörden vorgegeben hätten. Nach den Unterlagen der Reederei habe der Frachter nichts mit dem Pipeline-Unglück zu tun.
Die Säuberung der Strände im Bezirk Orange County dauerte am Donnerstag an. Über 800 Helfer seien entlang der Küste im Einsatz, teilte die Küstenwache mit. Bis zum Wochenende soll die Zahl auf 1500 aufgestockt werden. Das betroffene Gebiet erstreckt sich auf etwa 24 Kilometer. Viele Strände sind für Schwimmer, Fischer und Spaziergänger gesperrt.
Bisher wurden etwa 20.986 Liter Rohöl gesammelt. Experten befürchten aber, dass der kilometerweite Bereich mit öligem Glanz auf der Wasseroberfläche nicht die Größe der Verschüttung verrät, da Rohöl auch darunter verbleiben könnte.
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