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Berliner Bauwagencamp „Köpi“: Anwohner wollen Räumung per Eilverfahren stoppen

© SNA / Ruben KindelVertreter des autonomen Wohnprojektes "Köpi 137" in Berlin am 8. Oktober 2021 bei einer Pressekonferenz anlässlich der angedrohten Räumung
Vertreter des autonomen Wohnprojektes Köpi 137 in Berlin am 8. Oktober 2021 bei einer Pressekonferenz anlässlich der angedrohten Räumung  - SNA, 1920, 08.10.2021
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Das Berliner Bauwagencamp „Köpi-Platz“ soll am 15.Oktober geräumt werden. Die Bewohner wollen dies mit einem Eilverfahren vor dem Kammergericht stoppen. Sollte es doch zur Räumung kommen, werden die Anwohner „alles, was uns zur Verfügung steht nutzen“, um diese zu verhindern.
Die Bewohner des linksautonomen Bauwagencamps „Köpi-Platz“ wollen die für die nächste Woche geplante Räumung des Geländes mit einem Eilverfahren vor dem Kammergericht Berlin stoppen. Die Chancen stünden gut, sagte ihr Anwalt, Moritz Heusinger, am Freitag bei einer Pressekonferenz am Gelände in Berlin-Mitte.
Zugleich kündigten die Bewohner Widerstand an, sollte es doch zur Räumung am 15. Oktober kommen. Eine Sprecherin der „Köpi“ stellte klar, „dass wir nicht kampflos aufgeben, sondern dass wir alles, was uns zur Verfügung steht, nutzen werden, um diese Räumung zu verhindern.“

„Ein Symbol für Freiräume in Berlin“

Die sogenannte „Köpi“ gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in Berlin. Das Berliner Landgericht hatte im Juni die Räumung des Grundstücks mit den bewohnten Bauwagen angeordnet. Der Grundstückseigentümer hat eine Baugenehmigung für das 2600 Quadratmeter große Grundstück und hat deswegen geklagt. Das ebenfalls zum Projekt gehörende Haus auf dem Gelände ist von der Räumung nicht betroffen. Anwalt Heusinger meint, die „Köpi“ möge zwar für einige ein Symbol für linksautonome Menschen sein, für andere sei es „einfach ein Symbol für Freiräume in Berlin. Das ein solches Symbol geräumt wird, obwohl wirklich eine klare rechtliche Unsicherheit besteht“, mache ihn unglücklich.
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Die Bewohner rechnen sich in einem Berufungsverfahren Chancen aus, weil nach ihrer Darstellung eine Unterschrift des Hauseigentümers gefälscht sein könnte. Dies habe ein Schriftgutachten ergeben, das seit Donnerstag vorliege, sagte der Anwalt. Stimme die Unterschrift nicht, sei der Eigentümer beim Prozess im Juni nicht vorschriftsmäßig vertreten gewesen. Damit gebe es Aussichten, das Urteil in der Berufung zu kippen, so der Jurist. In den nächsten Tagen wolle er zunächst mit einem Eilantrag die Räumung stoppen lassen. Eine Sprecherin des „Köpi“ meinte dazu:
„Die Nachricht über den Betrug, mit dem unsere Räumung durchgesetzt wurde, macht uns wütend und eint uns noch mehr. Wir werden uns gegen diese illegale Räumung wehren. Vor Gericht, auf unserem Wagenplatz und auf der Straße.“
eine Sprecherin des autonomen Berliner Wohnprojektes "Köpi"
während einer Pressekonferenz am 8. Oktober 2021
Die Bewohner bezeichnen das Bauwagencamp als autonomen Lebensraum. Nach Angaben der Sprecher halten sich dort bis zu 50 Menschen auf. Zudem gebe es Kultur- und Sporteinrichtungen.

„Wir sind viele. Wir sind wütend.“

Von nun an rufen die Bewohner zu Aktionswochen und dezentralen Aktionen auf.
„Wir rufen zur Solidarität in Berlin und weltweit auf. Die Räumung des Wagenplatz-Platzes geht uns alle an. Sie ist kein Einzelfall“, betonte die Sprecherin und fügt hinzu:
„Am Ende ist das eine massive Verschwendung von Steuergeldern für die gewaltsame Unterdrückung von Dutzenden Menschen, welche ihr Zuhause und ihre Gemeinschaft verlieren werden. Eine Verschwendung von Steuergeldern für ein weiteres Projekt von Luxuswohnungen, in einer durch Gentrifizierung und Spekulation zerstörten Stadt, die keinen Raum mehr für unkommerzielle Treffpunkte, in dem sich Menschen ohne Konsumzwang aufhalten können, zulässt.“
eine Sprecherin des autonomen Berliner Wohnprojektes "Köpi"
während einer Pressekonferenz am 8. Oktober 2021
Das Wagenburgcamp an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte soll voraussichtlich am 15. Oktober geräumt werden. Die Bewohner betonten, sie würden den Räumungstermin nicht widerstandslos hinnehmen:

„Wir werden alles tun, um unser Zuhause und autonomen Räume zu schützen. Wir sind viele. Wir sind wütend und zusammen sind wir stark.“

Die sogenannte „Köpi“ gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in Berlin. Das Landgericht hatte im Juni die Räumung angeordnet. Laut Urteil muss das unbebaute, 2600 Quadratmeter große Grundstück, auf dem Bau- und Wohnwagen stehen, freigemacht werden.
© SNA / Ruben KindelVertreter des autonomen Wohnprojektes "Köpi 137" in Berlin am 8. Oktober 2021 bei einer Pressekonferenz anlässlich der angedrohten Räumung
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© SNA / Ruben KindelVertreter des autonomen Wohnprojektes "Köpi 137" in Berlin am 8. Oktober 2021 bei einer Pressekonferenz anlässlich der angedrohten Räumung
Vertreter des autonomen Wohnprojektes Köpi 137 in Berlin am 8. Oktober 2021 bei einer Pressekonferenz anlässlich der angedrohten Räumung  - SNA
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© SNA / Ruben KindelProtestbanner am Rande einer Pressekonferenz des autonomen Wohnprojektes "Köpi 137" in Berlin am 8. Oktober 2021 anlässlich der angedrohten Räumung
Protestbanner am Rande einer Pressekonferenz des autonomen Wohnprojektes Köpi 137 in Berlin am 8. Oktober 2021 anlässlich der angedrohten Räumung  - SNA
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Protestbanner am Rande einer Pressekonferenz des autonomen Wohnprojektes "Köpi 137" in Berlin am 8. Oktober 2021 anlässlich der angedrohten Räumung
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