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Junta in Guinea ernennt ehemaligen UN-Beamten Beavogui zum Premierminister

Karte Guineas - SNA, 1920, 07.10.2021
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Die Militärjunta Guineas hat laut Reuters am Mittwoch Mohamed Beavogui, einen ehemaligen Beamten und Experten für landwirtschaftliche Finanzen, zum Premierminister ernannt, um den versprochenen Übergang zu einer demokratischen Regierung nach einem Staatsstreich im September zu leiten.
Beavogui, dessen Ernennung in einem im nationalen Fernsehen verlesenen Dekret bekannt gegeben wurde, soll den Übergang leiten, dessen genaue Umrisse aber noch festgelegt werden müssen.
In den 1980er Jahren arbeitete Beavogui als Beamter bei der Compagnie des Bauxites de Guinee (CBG), einem der führenden Bauxitproduzenten des Landes. Guinea verfügt über die weltweit größten Reserven an Aluminiumerz. Später arbeitete er für die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, und vor kurzem war er noch Generaldirektor von African Risk Capacity, einer Agentur der Afrikanischen Union, die Regierungen bei der Planung im Falle von Naturkatastrophen unterstützt.
Der 68-jährige Beavogui ist der Neffe von Diallo Telli, einem berühmten guineischen Diplomaten, der der erste Generalsekretär der Organisation für Afrikanische Einheit, der Vorgängerin der Afrikanischen Union, war und im Jahr 1977 während des Regimes des Diktators Sekou Touré im Gefängnis starb.

Staatsstreich in Guinea

Oberst Mamadi Doumbouya, der Anführer des Putsches vom 5. September gegen Präsident Alpha Conde, wurde am vergangenen Freitag als Interimspräsident vereidigt. Er versprach, freie und transparente Wahlen zu organisieren, nannte aber keine Frist.
Der Staatsstreich gegen Conde war der vierte in West- und Zentralafrika seit letztem Jahr – nach zwei Putschen in Mali und einem im Tschad. Präsident Conde hatte seine Gegner verärgert, weil er die Verfassung änderte, um sich für eine dritte Amtszeit aufstellen zu lassen.
Westafrikanische Staaten, die einen Ansteckungseffekt in der gesamten Region befürchten, haben sich im vergangenen Monat darauf geeinigt, Sanktionen gegen Mitglieder der Junta und deren Angehörige zu verhängen.
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