Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Gedenken der Opfer von Babyn Jar: Israels Präsident verurteilt Antisemitismus und Holocaust-Leugnung

© REUTERS / Pressedienst des ukrainischen PräsidentenJitzchak Herzog spricht auf einer Pressekonferenz in Kiew
Jitzchak Herzog spricht auf einer Pressekonferenz in Kiew - SNA, 1920, 07.10.2021
Abonnieren
Zum 80. Jahrestag eines der berüchtigtsten Nazi-Massenmorde hat der israelische Präsident Jitzchak Herzog die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, sich gegen den heutigen Antisemitismus auszusprechen. An der Gedenkfeier in Kiew nahmen der deutsche Präsident Frank-Walter Steinmeier und dessen ukrainischer Amtskollege Wladimir Selenski teil.
Die drei Präsidenten weihten am Mittwoch eine noch im Bau stehende Holocaust-Gedenkstätte zu Babyn Jar ein, die den Geschichten der während des Holocausts ermordeten und in Massengräbern verscharrten osteuropäischen Juden gewidmet ist. In seiner Rede warnte Herzog unter anderem vor den Gefahren des heutigen Antisemitismus.
Russlands Vizeaußenminister Alexander Gruschko (Archiv) - SNA, 1920, 06.10.2021
Moskau zu Diplomaten-Ausweisung: Nato spricht immer noch von „russischer Bedrohung“
„Wir sollten uns nicht täuschen: Auch in der Gegenwart ist die Leugnung des Holocausts noch immer lebendig. Der Antisemitismus existiert immer noch“, sagte er und verwies auf die antisemitischen Schmierereien, die an Wänden der Holzbaracken im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz am Dienstag entdeckt worden waren.
„Wir, die Staats- und Regierungschefs der Welt, müssen jede noch so kleine Andeutung dieses Phänomens entschieden verurteilen und es mit aller Kraft bekämpfen“, wird Herzog in der Zeitung „The Times of Israel“ zitiert.
Auch Bundespräsident Steinmeier sagte bei der Gedenkfeier, der Kampf gegen Antisemitismus müsse „weitergehen“. Der ukrainische Staatschef Selenski nannte das Massaker von Babyn Jar eine „schwarze, hässliche Seite der Weltgeschichte“.
Am Mittwoch gab die Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar die ersten 159 Namen von Hunderten von Nazis bekannt, die am 29. und 30. September 1941 am Massaker beteiligt waren.
Rund 34.000 Juden wurden Zeitdokumenten zufolge innerhalb von 48 Stunden in Babyn Jar, einer Schlucht in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, getötet, nachdem die Stadt 1941 von den Nazis besetzt worden war. Die SS-Truppen verübten das Massaker zusammen mit lokalen Kollaborateuren. Das Massaker an den Juden wurde jahrelang vor Ort kaum als solches anerkannt und galt vielmehr als Angriff auf Ukrainer.
Die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin (l.) und Donald Trump (Archiv) - SNA, 1920, 06.10.2021
Trump war „besessen“ von Putin – Ex-Beraterin des Weißen Hauses
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала