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Israelische Forscher: Corona-Antikörper im Blut sinken bereits sechs Monate nach Zweitimpfung

© CC0 / Gerd Altmann/pixabayCoronavirus (Symbolbild)
Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.10.2021
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Die Zahl der Antikörper im Blut von Geimpften fällt in den Monaten nach der Zweitimpfung ab. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des israelischen medizinischen Zentrums Sheba. Die entsprechende Studie wurde in der medizinischen Fachzeitschrift „ New England Journal of Medicine” veröffentlicht.
An der Studie nahmen 4868 medizinische Mitarbeiter teil, die über einen Zeitraum von sechs Monaten nach der Zweitimpfung unter Beobachtung standen. In diesem Zeitraum nahmen sowohl Antikörper der Klasse „Immunglobulin-G“, die für das Immungedächtnis von Bedeutung sind, als auch neutralisierende Antikörper ab. Dabei entwickelten Frauen im Allgemeinen eine höhere Zahl von Antikörpern als Männer und waren somit nach sechs Monaten besser geschützt.

Immunschutz bei Frauen besser ausgeprägt als bei Männern

Laut der Studie lag die Wahrscheinlichkeit, dass die schützende Wirkung der Antikörper nach sechs Monaten wegfällt, bei jungen gesunden Frauen bei 2,5 Prozent, bei älteren Frauen im Alter von über 65 Jahren dagegen bei 6 Prozent. Bei Männern waren es jeweils 4 Prozent und 15 Prozent.
Unterdessen waren die Chancen für immungeschwächte Personen laut der Zeitung „The Times of Israel“ weitaus schlechter: In der Altersgruppe über 65 Jahren soll das Risiko für Frauen bei 30 Prozent und das für Männer bei 50 Prozent liegen. In der Altersgruppe unter 45 Jahren war diese Zahl immerhin niedriger: 18 Prozent waren es bei Frauen und 24 Prozent bei Männern.

Wahrscheinlichkeit für bestimmte Bevölkerungsgruppen berechnen

„Es ist uns gelungen, ein Modell zu erstellen, das die Wahrscheinlichkeit zeigt, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen unterschiedliche Antikörperspiegel aufweisen“, sagte die Forscherin Gili Regev-Yochay. „Auf der Grundlage dieses Modells können wir in der Zukunft versuchen, die Wahrscheinlichkeit einer leichten oder einer schweren Erkrankung abzuschätzen und die notwendige Behandlung zu bestimmen.“
Überraschenderweise zählt zu den Studienergebnissen auch, dass der Antikörperspiegel bei übergewichtigen Menschen nach sechs Monaten höher liegt als bei Menschen ohne Übergewicht. Gleichzeitig ist bekannt, dass übergewichtige Menschen grundsätzlich anfälliger für schwere Krankheiten sind. Regev-Yochay zufolge müssen diese Informationen noch geprüft werden. Die höheren Antikörper im Blut müssen laut der Forscherin nicht unbedingt auch einen besseren Immunschutz dieser Menschen bedeuten.
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