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Fall Nawalny: OPCW-Vorstoß des Westens wird nicht ohne Antwort bleiben – Moskau

© SNA / Pawel BednjakowAlexej Nawalny im Moskauer Gericht (Archivbild)
Alexej Nawalny im Moskauer Gericht (Archivbild) - SNA, 1920, 07.10.2021
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Als Antwort auf ein Schreiben etlicher Länder zum Fall Alexej Nawalny wird Russland eine „Gegendemarche“ gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) unternehmen, sagte die Sprecherin des Außenamtes, Maria Sacharowa, am Donnerstag.
Zuvor hatten die USA und weitere 44 Länder auf OPCW-Ebene eine Liste von Fragen zum Zwischenfall mit Nawalny an Russland gerichtet und erklärt, sie erwarteten eine Antwort binnen zehn Tagen.
„Man wird sich bald mit unserer Gegendemarche und diesbezüglichen Dokumenten im offenen Abschnitt der amtlichen Webseite der OPCW vertraut machen können“, sagte Sacharowa bei einem Briefing.
Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) - SNA, 1920, 06.10.2021
Fall Nawalny: USA und weitere 44 Länder stellen bei OPCW Fragen an Russland
Die Geschichte mit der sogenannten „Vergiftung“ von Nawalny mit chemischer Waffe durch Russland strotze vor Unstimmigkeiten, Fehlinformationen, dunklen, ungeklärten Momenten und Zwecklügen, und zwar auf der höchsten politischen Ebene, so die Sprecherin.

„Da muss man im Auge behalten, dass diese ganze informations-politische Geschichte um den Gesundheitszustand von Nawalny, die sich seit dem 20. August abwickelt, all diese Metamorphosen und Ereignisse – eine primitive und von Geheimdiensten etlicher westlicher Länder auf grobe Weise umgesetzte reine Provokation ist, die offenbar im Zusammenhang mit einer Verschwörung vorbereitet wurde – mit dem Ziel, sich in die inneren Angelegenheiten der Russischen Föderation einzumischen“, sagte Sacharowa.

Die Sprecherin verwies darauf, dass die auf der OPCW-Ebene erstellte Liste von Fragen an Russland in Bezug auf Nawalny „ein weiterer antirussischer Vorstoß“ sei.

Fall Nawalny

Der oppositionelle Blogger Alexej Nawalny wurde am 20. August in ein Krankenhaus im sibirischen Omsk gebracht, nachdem er beim Flug nach Moskau zusammengebrochen war. Örtliche Ärzte diagnostizierten bei Nawalny schwere Stoffwechselstörungen, deren Ursache unklar war. Giftspuren wurden weder im Blut noch im Urin nachgewiesen.
Auf Drängen seiner Familie wurde Nawalny zur weiteren Behandlung in die Berliner Klinik Charité geflogen. Nach Angaben der Klinik wurde der Blogger am 22. September aus der stationären Behandlung entlassen.
Die Bundesregierung teilte unter Berufung auf Bundeswehr-Mediziner mit, dass bei Nawalny Spuren eines Nervengifts aus der Nowitschok-Gruppe festgestellt worden seien. Berlin zufolge wurden die Schlussfolgerungen deutscher Experten in Labors in Schweden und Frankreich bestätigt. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen führe auf Berlins Anfrage eigene Ermittlungen durch, hieß es.
Der Kreml gab bekannt, Berlin habe Moskau über seine Erkenntnisse nicht informiert. Das russische Außenministerium betonte mehrmals, Russland warte auf eine Antwort Deutschlands auf eine offizielle Anfrage zu der Situation. Innerhalb eines Monats gab es drei Rechtshilfeersuchen seitens Russlands an Deutschland. Bislang gibt es keine bzw. Antworten, die von der russischen Regierung als völlig unzureichend bezeichnet werden.
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