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Französischer Erzbischof stellt Beichtgeheimnis über Gesetz und muss das vor Regierung verantworten

© AFP 2021 / PASCAL GUYOTDer Sprecher der französischen Regierung Gabriel Attal
Der Sprecher der französischen Regierung Gabriel Attal - SNA, 1920, 07.10.2021
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Frankreichs Regierung hat auf die Äußerung des Vorsitzenden der französischen Bischofskonferenz (CEF), Eric de Moulins-Beaufort, reagiert, der zuvor die „Überlegenheit“ des Beichtgeheimnisses über die französischen Gesetze thematisiert hatte.
Gabriel Attal, Sprecher der französischen Regierung, betonte auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, es gebe nichts Stärkeres als die Gesetze der Republik.
„Die Reaktion auf diese Äußerungen ist sehr klar: Es gibt nichts Stärkeres als die Gesetze der Republik in unserem Land“, zitiert der Sender BFM TV Attal.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe den Innenminister Gérald Darmanin daraufhin gebeten, sich mit dem Vorsitzenden der französischen Bischofskonferenz zu treffen, „damit die Dinge klar sind“. Das Treffen sei in der nächsten Woche möglich.
Eric de Moulins-Beaufort hatte am Mittwoch gegenüber dem Sender Franceinfo gesagt, dass das „Beichtgeheimnis stärker als die Gesetze der Republik“ sei.
Der Vorsitzende der CEF habe seine Aussage einen Tag nach der Veröffentlichung des Berichts einer unabhängigen Kommission über den kirchlichen Umgang mit Missbrauchsfällen in Frankreich gemacht, schrieb die Zeitung „Ouest-France“.
Wie das Nachrichtenportal „Vatikan News“ berichtete, ging die Kommission seit Februar 2019 dem Thema nach. Ihre Untersuchung habe zu dem Ergebnis geführt, dass ungefähr 216.000 Minderjährige seit den fünfziger Jahren Opfer sexueller Übergriffe durch Priester oder Ordensleute geworden seien. Die Zahl würde auf etwa 330.000 Opfer wachsen, würde man in den Kreis der Täter auch kirchliche Angestellte einbeziehen, hieß es.
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