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Nach Rassismus-Debatte: Mohrengasse in Ulm behält ihren Namen – unter einer Bedingung

Ulm - SNA, 1920, 06.10.2021
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Eine Arbeitsgruppe in Ulm hat einstimmig beschlossen, dass die Mohrengasse in der Innenstadt ihren Namen behalten darf. Dabei soll eine Tafel deren Geschichte erläutern.
Seit Mittwoch weist ein Text auf einem Schild auf die Herkunft des Namens der kleinen Altstadtgasse neben dem Weinhof hin. Bürgermeisterin Iris Mann (parteilos) enthüllte das Schild mit der Erläuterung des Straßennamens.
„Ich freue mich, dass wir eine Lösung gefunden haben, die einerseits die Namensgebung historisch einordnet und erklärt, die andererseits aber auch den zu Recht vorgetragenen Einwänden Rechnung trägt“, sagte sie. Das runde Zusatzschild ist direkt am Gebäude unter dem Straßennamen angebracht.
Der Aktion vorangegangen war eine öffentliche Diskussion darüber, ob die Bezeichnung „Mohrengasse“ heutzutage noch angemessen sei. Nach intensiver Diskussion entschied sich der Gemeinderat der Stadt Ulm im vergangenen Jahr für die Beibehaltung des historischen Straßennamens, der auf eine Gaststätte zurückgeht. Weil der Begriff „Mohr“ heute jedoch eine Fremdbezeichnung aus europäischem Blickwinkel darstelle, die rassistisch belastet sei, soll die neue Erläuterung dazu dienen, sich von dieser Bedeutung zu distanzieren.
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