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Übergang zum Gashandel an der Börse: Putin offen für Diskussion

© SNA / Alexej Nikolskij / Zur BilddatenbankDer russische Präsident Wladimir Putin (Symbolbild)
Der russische Präsident Wladimir Putin (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.10.2021
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Der russische Präsident Wladimir Putin hält es für möglich, über den Übergang zum börslichen Gashandel zu diskutieren, wenn dadurch die starke Nachfrage in Europa gebremst wird.
„Börsenhandel (...) Wir müssen das noch einmal diskutieren, lasst es uns tun. Wenn es die starke Nachfrage niederschlägt, dann können wir es tun. Nur natürlich nicht zu unserem Schaden“, sagte Putin am Mittwoch bei einem Treffen zum Thema Energie.
Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Börsenhandel mit Gas dadurch erschwert werde, dass Gas nicht gespeichert werden könne wie beispielsweise Öl.
„Generell ist der Börsenhandel mit Gas (…) nicht sehr effizient, weil er viele Risiken birgt, weil es sich nicht um Uhren, Hosen und Krawatten oder Autos handelt, und es ist nicht einmal Öl, das irgendwo gefördert und gelagert werden kann, auch nicht in Tankern in Erwartung einer bestimmten Marktsituation. Und Gas wird nicht so gehandelt, es kann nicht so gespeichert werden", erklärte er.
Sogar LNG müsse produziert, verflüssigt, in Tanker verladen, verdünnt und wieder vergast werden, so der Kremlchef. „Dies ist ein komplizierter Prozess, sehr teuer. Und so funktioniert es nicht. Es funktioniert nicht einfach.“

Gaslieferungen durch die Ukraine

Laut Putin ist es profitabler für Gazprom, die Gaslieferungen nach Europa durch neue Systeme zu erhöhen, doch er selbst unterstütze einen solchen Weg wegen der Vereinbarungen mit Kiew nicht.
„Gazprom hält es für wirtschaftlich sinnvoller, eine Geldstrafe an die Ukraine zu zahlen, aber das gepumpte Volumen durch die neuen Systeme zu erhöhen, gerade wegen der von mir erwähnten Umstände: mehr Druck im Rohr, weniger CO2-Emissionen, alles wird billiger. (...) Aber ich bitte Sie, dies nicht zu tun. Es ist notwendig, die vertraglichen Verpflichtungen für den Transit vollständig einzuhalten, unser Gas durch das Territorium der Ukraine zu pumpen“, sagte Putin.
Man könnte die Gaslieferungen durch die Ukraine erhöhen, aber dies wäre mit einem Verlust verbunden, erklärte der Präsident. „Es wäre möglich, die Versorgung des ukrainischen Gastransportsystems tatsächlich zu erhöhen. Nur für Gazprom ist es ein Verlust“, so Putin.
Gazprom spart Putin zufolge jährlich drei Milliarden US-Dollar dank neuer Pipelinesysteme ein.
Präsident Wladimir Putin  - SNA, 1920, 06.10.2021
Putin: Gazprom muss seinen Ruf eines zuverlässigen Gastransiteurs via Ukraine untermauern

Gaspreis-Anstieg in Europa

Die Gaspreise in der Europäischen Union sind in den letzten Monaten stark angestiegen. Dieser Anstieg hängt nach Ansicht von Experten mit mehreren Faktoren zusammen: mit den geringen Füllständen der europäischen unterirdischen Erdgasspeicher, dem begrenzten Angebot der Hauptlieferanten und der hohen Nachfrage nach LNG in Asien.
Angesichts der drohenden Energiekrise hatte Europa zudem Russland mehrmals beschuldigt, die Gaslieferungen zu sabotieren. Russland weist seinerseits alle Beschuldigungen zurück.
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