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Pädophilie-Prozess: Gericht im Vatikan spricht zwei Geistliche frei

© SNA / Vladimir Astapkovich / Zur BilddatenbankPetersplatz in der Vatikanstadt
Petersplatz in der Vatikanstadt - SNA, 1920, 06.10.2021
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Das vatikanische Gericht hat am Mittwoch zwei katholische Geistliche, die in einen sensationellen Prozess wegen Sexualverbrechen gegen Schüler des Vorseminars des Hl. Pius X. verwickelt waren, freigesprochen. Das besagt der Gerichtsbeschluss, der vom Pressedienst des Heiligen Stuhls im Wortlaut verbreitet wurde.
Die Anklagen gegen den ehemaligen Schüler des vatikanischen Vorseminars und heute Geistlichen Gabriele Martinelli und den Ex-Rektor dieser Lehranstalt, Enrico Radice, waren zuerst in italienischen Medien veröffentlicht worden. Martinelli waren sexuelle Gewalt und unsittliche Handlungen gegenüber zwei seinen Mitschülern und seinem Mitangeklagten Radice Verdeckung von Informationen über diese Verbrechen angelastet worden.
Die gerichtlichen Ermittlungsorgane des Vatikans hatten 2017 ein Verfahren zu den genannten Straftaten eingeleitet. Die damals gültigen Normative des Vatikanstaates ermöglichten es nicht, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten, wenn vom jeweiligen Leidtragenden kein Antrag eingereicht worden ist. Doch in dem genannten Fall wurde auf Anordnung von Papst Franziskus eine Ausnahme gemacht.
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Im Oktober vergangenen Jahres wurde im Vatikan ein Gerichtsprozess zu dem Fall angestrengt. Im Juli hat der Anklagevertreter eine sechsjährige Freiheitsstrafe für Martinelli und vier Jahre Gefängnis für Radice gefordert.
Nach einer eingehenden Prüfung der Akten zum Fall ist das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass die beiden Angeklagten freigesprochen werden sollen. Dabei wurden die Fakten über sexuelle Beziehungen zwischen Schülern des Vorseminars bestätigt.
Dabei hat das Gericht zu verschiedenen Anklagepunkten unterschiedliche Begründungen erlassen. So wurde Martinelli von der strafrechtlichen Verantwortung für Ereignisse vom August 2008 befreit, weil er damals minderjährig war. In weiteren Anklagepunkten wurde er wegen Beweismangels für unschuldig befunden. Radice wurde wegen Tatbestandsmangels freigesprochen.
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