Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Judenrechtler verhandeln erstmalige Renten für 6500 Holocaust-Überlebende

Holocaust (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.10.2021
Abonnieren
Rund 6500 Holocaust-Überlebende, die während des zweiten Weltkriegs Naziverbrechen überstanden haben, haben jetzt Anspruch auf Rentengeld aus Deutschland. Dies erklärte der Präsident der Claims Conference, der Organisation, die Holocaust-Überlebende unterstützt, Gideon Taylor, am Mittwoch.
Das neu verhandelte regionsspezifische Rentenprogramm ist demnach nun offen für Anträge. Die Zahlungen betragen rund 375 Euro pro Monat und werden denjenigen gewährt, die während der Leningrader Blockade mindestens drei Monate lang dort gelebt hatten, oder sich im besetzten Frankreich befunden hatten, oder im Zeitraum zwischen dem 1. April 1941 und 31. August 1944 mindestens drei Monate im okkupierten Rumänien verbracht hatten.
Taylor sagte, dass die Auszahlungen mit dem zunehmenden Alter der Überlebenden immer wichtiger würden und ihnen helfen könnten, ein wenig Würde zurück zu verleihen.
„Wir freuen uns, die Kriterien für Hinterbliebene in diesem Jahr erneut erweitert zu können, einschließlich der erstmaligen Renten für fast 6500 Hinterbliebene“, so Taylor. „Auch 75 Jahre nach dem Holocaust sorgen diese symbolischen Zahlungen für Anerkennung und geben den Überlebenden ein Stück Würde zurück, die ihnen in ihrer Jugend genommen worden ist.“
Eine einmalige Summe in Höhe von 2500 Euro aus dem Child Survivor Fund wird außerdem an diejenigen gezahlt, die die oben erwähnten Kriterien erfüllen und 1928 oder später geboren wurden.
Eine von ihnen ist Doroteya Paley. Die 86-jährige Berlinerin hat die Leningrader Blockade als Kind überlebt.

„Die Rente ist meine Rettung“, erklärte sie. „Ich will nicht sagen, dass ich hungere, aber ich lebe sehr sparsam.“

Gedenkstätte für Nazi-Opfer  - SNA, 1920, 07.05.2021
Russland und Deutschland tauschen Dokumente über Naziverbrechen 1941 bis 1943 in der Sowjetunion aus
Die Claims Conference hat ihren Sitz in New York City und Repräsentanzen in Frankfurt am Main, Wien und Tel Aviv. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Holocaust-Überlebenden ein Mindestmaß an Gerechtigkeit zu verschaffen und sie mit der Betreuung im Alter zu versorgen. Sie führt Verhandlungen mit der deutschen Regierung und verteilt jährlich mehrere Hundert Millionen US-Dollar als direkte Entschädigungszahlungen aus Deutschland an Holocaust-Überlebende in 80 Ländern und Regionen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала