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Corona und Grippe im Winter: Bund stellt 27 Millionen Grippe-Impfstoffdosen bereit

© REUTERS / STEPHANE MAHEImpfung (Symbolbild)
Impfung (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.10.2021
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Die kühle Jahreszeit steht an. Damit steigt auch wieder die Grippegefahr. Die Ständige Impfkommission hält den Grippeschutz in Deutschland für zu niedrig. Auch Gesundheitsminister Spahn wirbt: „Bitte lassen Sie sich gegen Grippe impfen“.
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat in der Pandemie vor zu wenig Grippeschutz bei Risikogruppen in Deutschland gewarnt. Bislang lägen die Grippe-Impfquoten, auch gemessen an internationalen Empfehlungen, zu niedrig, sagte Mertens am Mittwoch auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Obwohl es in der vergangenen Grippesaison Verbesserungen gegeben habe, lägen die Influenza-Impfquoten bei Menschen über 60 leider nur bei 30 bis 40 Prozent. „Das ist wirklich zu wenig“, sagte Mertens. Denn es könnte nach dem Ausbleiben in der vergangenen Saison nun eine stärkere Grippewelle geben.

Grippeschutz vor allem für Risikogruppen wichtig

Grippeimpfungen werden neben Älteren unter anderem auch chronisch Kranken, Schwangeren, medizinischem Personal, pflegenden Angehörigen und Menschen empfohlen, die beruflich mit viel Publikumsverkehr zu tun haben. Es gebe dabei Hühnerei-basierte und Zellkultur-basierte Impfstoffe sowie einen Lebendimpfstoff, erläuterte Mertens. Das sei eine breite Palette. Bei Totimpfstoffen könne der Grippeschutz auch zeitgleich mit einer Corona-Impfung gegeben werden - dann in den linken und rechten Oberarm. Wie bei Covid-19 gehe es dabei um das Vermeiden von Klinikeinweisungen und Todesfällen.
Untersuchung (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.09.2021
Corona hin oder her: Hausärzte rufen parallel zur Influenza-Impfung auf
Für ältere Menschen gebe es zudem Grippeimpfstoffe mit Immunverstärkern und auch einen Hochdosis-Impfstoff, der 60 statt der üblichen 15 Mikrogramm von jedem Influenzastamm enthalte. Denn „ältere Menschen reagieren nicht nur schlechter auf Covid-19-Impfungen, sondern auch auf die Influenzaimpfungen“, sagte Mertens.
Aber auch alle anderen Impfungen müssten gemacht werden, neben dem Grippeschutz etwa auch die Kinderimpfungen, fordert Mertens.

„Beim Impfen geht es nicht nur um Covid 19. Impfungen sind eine geniale und sehr bedeutende Errungenschaft der Medizin. Um viele Infektionsprobleme zu lösen, hilft uns am Ende nur eine gute Impfung.“

Thomas Mertens
Vorsitzender der Ständigen Impfkommission

Spahn: „Bitte lassen Sie sich gegen Grippe impfen“

Bundesgesundheitsminister Spahn hat die Menschen in Deutschland ebenfalls dazu aufgerufen, sich in diesem Herbst besonders zahlreich gegen Grippe impfen zu lassen. Weil es in Deutschland im vergangenen Jahr infolge des teilweisen Lockdowns so gut wie keine Grippe gegeben hatte, sei das Risiko einer Grippewelle in diesem Jahr umso höher, sagte Spahn. „Bitte lassen Sie sich gegen Grippe impfen“, sagte der Minister. „Genug Grippeimpfstoff ist vorhanden.“
27 Millionen Impfstoffdosen stünden zur Verfügung – „mehr als genug“, sagte Spahn. Wegen früherer Bestellungen und einer früheren Behördenfreigabe seien die Impfstoffe in diesem Jahr auch früh verfügbar. So sei es möglich, „viel Leid und Tod“ zu vermeiden. Eine Grippeimpfung ist besonders bei Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen empfohlen. Auch bei Menschen mit vielen Kontakten sei sie ratsam, sagte Spahn.
Erreicht werden solle erneut mindestens eine Größenordnung wie im vergangenen Jahr, als es 22 Millionen Grippeimpfungen gegeben habe. Üblicherweise seien es zwischen 15 und 18 Millionen Impfungen, so Spahn. Der Minister selbst hatte sich am Morgen gegen Grippe impfen lassen, wie er mitteilte.
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