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US-Forscher: Gehirnimplantat hilft erfolgreich gegen Depression

© CC0 / Free-Photos / PixabayDepression (Symbolbild)
Depression (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.10.2021
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Ärzte in den USA haben eine Patientin mit schwerer Depression erfolgreich behandelt, indem sie ein Gerät in ihr Gehirn implantiert haben, das die Depressionssymptome mildern kann und verschwinden lässt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Universität von Kalifornien vom Montag hervor.
Das Gerät erkennt die mit der Depression verbundenen Muster der Gehirnaktivität und unterbricht diese durch elektrische Impulse, die rund 300 Mal pro Tag initiiert werden, was insgesamt ungefähr 30 Minuten pro Tag beträgt. Dabei sind sie nicht mit einer körperlichen Empfindung verbunden, schaffen aber ein Gefühl von Wachheit und Positivität.
„Diese Studie weist den Weg zu einem neuen Paradigma, das in der Psychiatrie dringend benötigt wird“, erklärte Andrew Krystal, Professor für Psychiatrie und Mitglied des Weill Instituts für Neurowissenschaften.
Der neue medizinische Ansatz, der eine schwere Depression behandeln lässt, erlaubte „die behandlungsresistente Depression unserer Patientin erfolgreich zu kurieren, indem wir ihren mit den Symptomen eindeutig verbundenen Gehirnschaltkreis identifizieren und regeln“, so Krystal.
„Wir waren in der Psychiatrie bisher nicht in der Lage, eine solche personenorientierte Therapie durchzuführen“, sagte Katherina Scangos, die Forscherin, die die Arbeiten geleitet hatte. „Dieser Erfolg an sich ist ein unglaublicher Fortschritt in unserem Wissen über die Gehirnfunktion, die psychischen Erkrankungen zugrunde liegt.“
Laut der Patientin, die in der Behandlung war und die mit ihrem Vornamen Sarah bekannt sein wollte, war sie schwer depressiv. Sie probierte alle Mittel aus, aber ohne Erfolg. „Es war kein lebenswertes Leben“, sagte die Patientin. Nach der Behandlung habe sie „laut gelacht“ – es sei das erste Mal gewesen, dass sie seit fünf Jahren spontan gelacht oder gelächelt habe.
Frühere klinische Studien mit traditioneller Hirnstimulation hatten einen begrenzten Erfolg bei der Behandlung von Depressionen gezeigt, da sie normalerweise nur auf einen Gehirnbereich einwirkten. Die große Herausforderung besteht darin, dass Depressionen bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Gehirnbereiche betreffen können.
Das neue Gerät ist eine angepasste Version des Neuropace RNS-Systems, das eigentlich zur Behandlung von Epilepsie verwendet wird. Es kostet rund 35.000 US-Dollar.
Das Universitätsteam nahm zwei weitere Patienten in ihre Studie auf und hofft, weitere neun einzubeziehen, um beurteilen zu können, ob die Technologie breiter angewendet werden könnte.
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