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Wegen Manipulationen am Strommarkt: Netzagentur verhängt Bußgelder gegen Händler

© CC0 / jplenio / PixabayStrom (Symbolbild)
Strom (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.10.2021
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Die Bundesnetzagentur hat nach eigenen Angaben Bußgelder von enormer Höhe gegen zwei Stromhändler verhängt, die 2019 Marktmanipulationen vorgenommen haben.
Laut der Regulierungsbehörde soll die Firma Energi Danmark 200.000 Euro zahlen und das Unternehmen Optimax Energy 175.000 Euro. Hintergrund sind sogenannte Systemungleichgewichte im Juni 2019. Die Firmen stellten demnach Aufträge zum Stromverkauf an der Energiebörse ein, obwohl der angebotene beziehungsweise verkaufte Strom gar nicht verfügbar war. Es gab zudem keine Absicht, diesen zu beschaffen. Die Behörde sah dies als irreführendes Signal für das Stromangebot.
Eine Optimax-Sprecherin erklärte, man habe den Bescheid bekommen und werde ihn prüfen. Weitere Aussagen könne sie nicht machen. Energi Danmark war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die Geldbußen sind noch nicht rechtskräftig. Die Firmen können vor das Oberlandesgericht Düsseldorf ziehen und Einspruch einlegen.
Im Rückblick hatte das damalige Handelssystem einen Fehler: Ausgleichsenergie, die Händler zur Vermeidung offener Bilanzposten beziehen müssen, war billiger als Strom auf dem Markt - das setzte den falschen Anreiz. Schließlich soll die Ausgleichsenergie nur unter widrigen Umständen zum Tragen kommen und nicht Grundlage für ein gutes Geschäft sein. Um diesen Fehlanreiz zu beheben, brachte die Netzagentur ein Maßnahmenpaket auf den Weg.
An drei Tagen im Juni 2019 stand das deutsche Stromnetz erheblich unter Druck, denn es wurde zeitweise deutlich mehr Strom verbraucht als erwartet. Die für die Stabilität der Versorgung verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber sprachen damals von einer sehr angespannten Situation. Die Stromversorgung habe nur mit einer Reihe von Notfallmaßnahmen gesichert werden können.
Die damals missliche Situation nahm die Netzagentur genau unter die Lupe: Die Beamten werteten eigenen Angaben zufolge mehr als 100 Millionen Daten zum Stromhandel aus. Im September 2020 wurde ein Bußgeldverfahren gegen drei Firmen eröffnet. Gegen zwei von ihnen verhängt die Behörde nun ein Bußgeld, gegen eine Firma läuft das Verfahren noch.
Die Netzagentur hatte bereits im April 2020 festgestellt, dass fünf andere Unternehmen im Zusammenhang mit den Systemungleichgewichten ihren vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen waren.
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