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„Gründer der modernen Klimawissenschaft“: Hasselmann von Physik-Nobelpreis überrascht

© Foto : Nobel Media / Alexander MahmoudDer Haupteingang des Nobelpreis-Museums (Archivbild)
Der Haupteingang des Nobelpreis-Museums (Archivbild) - SNA, 1920, 05.10.2021
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Der deutsche Klimaforscher Klaus Hasselmann ist von seiner Auszeichnung mit dem Physik-Nobelpreis völlig überrascht worden. Kollegen preisen den Wissenschaftler als einen der „Helden“ des Forschungsfeldes Klimawissenschaft.
Er verstehe das noch nicht richtig, aber es sei eine fantastische Überraschung, den Nobelpreis zu bekommen, sagte der 89-Jährige am Dienstag der schwedischen Nachrichtenagentur „TT“, nachdem er unmittelbar zuvor von seiner Auszeichnung erfahren hatte.

„Ich bin noch ganz überrascht. Ich will gar nicht aufwachen, für mich ist das ein schöner Traum. Ich bin ja jetzt pensioniert und in letzter Zeit war ich ein bisschen faul. Ich freue mich über die Ehre. Die Forschung geht weiter.“

Klaus Hasselmann
Nobelpreisträger für Physik 2021, in einer Erklärung für die Nachrichtenagentur Reuters

„Fantastische Anerkennung“ für die Erdsystemmodellierung

Hasselmann forschte am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie, dessen Direktor er bis 1999 war. Die Arbeiten des 89-Jährigen haben maßgeblich zum Verständnis der globalen Erwärmung und zum Beitrag des Menschen aufgrund von Kohlendioxidemissionen an dieser Entwicklung beigetragen. Seine Modelle verknüpften Klima- und Wetterentwicklungen miteinander und zeigten, dass solche Simulationen trotz wechselhaftem und chaotischem Wetter zuverlässig sein können. Die Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Johan Rockström und Ottmar Edenhofer, würdigten den Preisträger mit den Worten:
„Der Nobelpreis für den Klimaforscher Klaus Hasselmann ist eine fantastische Anerkennung dafür, wie fundamental die Erdsystemmodellierung unser Verständnis der enormen Risiken des Klimawandels vorangebracht hat. Dies ist nicht nur von höchster wissenschaftlicher Relevanz, sondern auch die Grundlage für die Arbeit an einer sicheren Klimazukunft für alle Menschen auf unserem Planeten. Klaus Hasselmann ist wirklich einer der Helden unseres Forschungsfeldes, er ist einer der Gründer der modernen Klimawissenschaft – und auch einer der Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, denn er gehörte zu der kleinen Gruppe von Menschen, die sich vor 30 Jahren für die Schaffung unseres Instituts eingesetzt hat. Wir schulden ihm mehr, als Worte sagen können.“
Johan Rockström und Ottmar Edenhofer
Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)
Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an Hasselmann, den in den USA forschenden Japaner Syukuro Manabe und den Italiener Giorgio Parisi für physikalische Modelle unter anderem zum Erdklima. Wie im Vorjahr sind die Nobelpreise mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 980 000 Euro) pro Kategorie dotiert.
 - SNA, 1920, 04.10.2021
Medizin-Nobelpreis geht an zwei Mikrobiologen für Rezeptoren-Entdeckung
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