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Erstmals nach Krise um AUKUS-Deal: Macron trifft sich mit US-Außenminister Blinken

Macron - SNA, 1920, 05.10.2021
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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich laut einem Medienbericht von Dienstag zum ersten Mal nach dem Streit um den aufgekündigten U-Boot-Deal mit Australien mit dem US-Außenminister Antony Blinken in Paris getroffen.
Ein hochrangiger US-Beamter habe ein „positives“ und „produktives“ Gespräch gelobt und gesagt, dass es bei dem Treffen eine „einvernehmliche Einigung über die Möglichkeit einer Vertiefung und Stärkung der Koordination“ zwischen den beiden Ländern gegeben habe, teilte der TV-Sender France 24 mit. Aber es sei noch viel schwierige Arbeit zu leisten, um konkrete Lösungen zu finden.
Macron habe Blinken empfangen, um nach der U-Boot-Krise „zur Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Frankreich und den USA beizutragen“, berichtete der Sender unter Verweis auf den Élysée-Palast.
Die von US-Präsident Joe Biden, Australiens Regierungschef Scott Morrison und dem britischen Premierminister Boris Johnson jüngst initiierte AUKUS-Allianz ließ ein U-Boot-Geschäft zwischen Australien und Frankreich im Wert von 56 Milliarden Euro platzen. Paris reagierte wütend. Präsident Emmanuel Macron ließ den französischen Botschafter aus den USA abziehen – zum ersten Mal seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1778. Ein geplanter Verteidigungsgipfel mit Großbritannien wurde abgesagt. Außerdem drängt Paris darauf, die Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens zwischen Australien und der EU zu verschieben.
Ende September hat Emmanuel Macron ein Telefonat mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Joe Biden geführt. Beide hätten dabei vereinbart, sich Ende Oktober in Europa zu treffen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Präsidenten hätten abgemacht, einen Prozess intensiver Beratungen zu starten, um die Bedingungen zu schaffen, Vertrauen zu gewährleisten und konkrete Schritte mit Blick auf gemeinsame Ziele vorzuschlagen. Ziel des Treffens sei es, „ein gemeinsames Verständnis zu erreichen und die Dynamik in diesem Prozess aufrechtzuerhalten“.
Der aus Washington zurückgerufene französische Botschafter ist inzwischen in die US-Hauptstadt zurückgekehrt, wo sich der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, sowie Antony Blinken mit ihm getroffen haben.
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