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Russlands Außenminister besorgt über Verschärfung der Terrorgefahr in syrischer Provinz Idlib

© SNA / Ewgenij BijatowRusslands Außenminister Sergej Lawrow
Russlands Außenminister Sergej Lawrow - SNA, 1920, 04.10.2021
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In der syrischen Provinz Idlib bleibt die Terrorgefahr bestehen, in einigen Regionen wird sie sogar intensiver. Dies teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow gegenüber Journalisten in einer Pressekonferenz nach den Verhandlungen mit seinem ägyptischen Amtskollegen Samih Schukri am Montag mit.

„In der syrischen Deeskalationszone bleibt die Terrorgefahr bestehen, mancherorts verschärft sie sich sogar. Heute haben wir unsere Besorgnis über diese Situation zum Ausdruck gebracht.“

Dem Außenminister zufolge greifen die Terrorgruppierungen weiterhin die Stellungen der syrischen Armee an und versuchen, auch gegen das dort stationierte russische Kontingent vorzugehen.
„Deshalb bestätigt Russland natürlich eindeutig die Notwendigkeit, die Vereinbarungen zwischen den Präsidenten Putin und Erdogan über die Isolierung der Terroristen, vor allem der Terroristen von ‘Haiat Tahrir al-Scham*‘ (früher Dschabhat an-Nusra – Anm. d. Red.), vollständig umzusetzen (…).“
Es spiele dabei keine Rolle, in welche neue Kleider sie sich zu kleiden versuchen – das Endziel sei, diese Terrorgruppen zu unterdrücken, so der Außenminister.
Lawrow betonte dabei, je früher dies geschehe, desto besser.
Syrische Regierungstruppen an der Grenze zu dem Irak  - SNA, 1920, 29.09.2021
Zwei syrische Soldaten durch Scharfschützenfeuer von Militanten in Aleppo getötet

Konflikt in Syrien

Der Syrien-Konflikt dauert seit 2011 an. Im März 2011 waren in Syrien Proteste gegen die Führung von Präsident Baschar al-Assad gewaltsam niedergeschlagen worden. Der Konflikt entwickelte sich zu einem Bürgerkrieg, in den viele ausländische Mächte eingriffen. Ende 2017 wurde der Sieg über die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS, Daesh)* in Syrien und im Irak verkündet. In einzelnen syrischen Regionen wird jedoch weiter gekämpft, wobei eine politische Regelung, der Wiederaufbau und eine Rückführung der Flüchtlinge in den Vordergrund treten.
Der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan hatten am 5. März 2020 eine Vereinbarung zu Syrien unterzeichnet, die unter anderem einen Waffenstillstand in Idlib beinhaltete. Jedoch kommt es immer wieder zur Eskalation der Situation in Syrien. Am Samstag wurde über Militante der Terrorgruppe Dschabhat an-Nusra berichtet, die eine Ladung giftiger Sprengköpfe an die Provinzen Idlib und Hama geliefert haben sollen. Zuvor hatte die syrische Armee das Feuer auf Ziele von Dschabhat an-Nusra im Süden der Provinz Idlib eröffnet.
*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
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