Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nach Messerattacke: Polizei erschießt Asylbewerber in Flüchtlingsunterkunft in Harsefeld

© CC0 / fcHH / PixabayPolizei (Symbolbild)
Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.10.2021
Abonnieren
Bei einem Einsatz in einem Flüchtlingsheim in Niedersachsen hat die Polizei einen Mann erschossen. Dieser soll die Polizisten mit einem Messer angegriffen haben. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt derzeit gegen die beteiligten Polizeibeamten.
Wie die Staatsanwaltschaft Stade am Montag mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 23.30 Uhr (Ortszeit) in der Nacht zu Montag in der Asylbewerberunterkunft in Harsefeld. Als die Polizei ins Heim zum Einsatz kam, stieß sie auf einen mit einem Messer bewaffneten Sudanesen. „Im Verlauf des weiteren Einsatzes griff der 40-Jährige die Einsatzkräfte mit dem Messer an, weshalb diese von ihrer Schusswaffe Gebrauch machten und mehrere Schüsse abgaben“, lautet die Mitteilung. Der Asylbewerber starb nach erster Behandlung im Krankenhaus.
Polnische Grenzschutzbeamte stehen neben einer Gruppe von Migranten an der Grenze zu Weißrussland (Archivbild) - SNA, 1920, 29.09.2021
„Geht zurück nach Minsk!“: Polen warnt Migranten an seiner Grenze zu Belarus per SMS
Die Einsatzkräfte waren bereits zweimal früher am Sonntag laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft wegen der Bedrohungen des Verstorbenen in die Unterkunft gerufen worden. Die Polizei habe versucht, seine Einweisung in eine Psychiatrie zu erwirken. Dies habe ein Gericht aber abgelehnt. Zum dritten Einsatz kam es, so der Sprecher, weil der Sudanese Anwohner mit einem Messer bedroht habe.
Die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Harsefeld, Ute Kück (parteilos), bestätigte gegenüber dem „Spiegel“, es sei bekannt gewesen, dass der Asylbewerber psychische Probleme habe. Er sei deswegen vom Gesundheitsamt und vom sozialpsychiatrischen Dienst betreut worden.
Libyen Flagge - SNA, 1920, 02.10.2021
Lybien: 4000 Flüchtlinge bei Großrazzia festgenommen
Die Polizeiinspektion Cuxhaven sei nach offiziellen Angaben mit den Ermittlungen zu einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Totschlag beauftragt worden. „In diesem Zusammenhang wird ein besonderes Augenmerk darauf zu legen sein, ob die beteiligten Polizeibeamten in Notwehr gehandelt haben“, hieß es in der Mitteilung.
Medienberichten zufolge ist es nicht der erste Vorfall im Landkreis Stade, bei dem ein Flüchtling bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam. Vor zwei Jahren war in Bützfleth ein 19-Jähriger erschossen worden.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала