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Kraftstoff-Krise: Britisches Militär hilft mit Fahrern aus

© CC0 / Pexels / PixabayTankstelle (Symbolbild)
Tankstelle (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.10.2021
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In Großbritannien ist seit Montag das Militär bei der Bewältigung der Kraftstoffkrise im Einsatz. Premierminister Boris Johnson sprach am Sonntag von einer Vorsichtsmaßnahme.
Etwa 200 britische Armee-Angehörige helfen dabei, Benzin und Diesel an Tankstellen zu transportieren. Schwerpunkte der „Operation Escalin“ sind London und Südostengland, sagte ein Regierungssprecher. Dort stabilisiere sich die Lage nicht so rasch wie in anderen Gebieten.
Hintergrund ist ein eklatanter Mangel an Lastwagenfahrern. Deswegen konnte der vorhandene Kraftstoff zuletzt nicht zu den Tankstellen gebracht werden, zahlreiche Zapfsäulen blieben leer. Hamster- und Panikkäufe spitzten die Lage zu.

Jede fünfte Tankstelle in London und Südostengland ohne Kraftstoff

Die Soldaten wurden von einer auf Kraftstoff-Logistik spezialisierten Firma in der Grafschaft Essex geschult. „Wir arbeiten eng mit der Branche zusammen, um Kraftstoff-Vorräte zu erhöhen“, sagte der Regierungssprecher. „Es gibt Anzeichen für eine Verbesserung der durchschnittlichen Tankstellenvorräte im Vereinigten Königreich, während sich die Nachfrage weiter stabilisiert.“
Nach Angaben des Branchenverbands Petrol Retailers Association gibt es in weiten Teilen von Nord- und Mittelengland sowie in Schottland keine Nachschubprobleme mehr. In London und Südostengland war aber noch immer gut jede fünfte Tankstelle (22 Prozent) ohne Kraftstoff, außerdem gab es in vielen entweder nur Benzin oder Diesel. Premierminister Boris Johnson hatte den Militäreinsatz am Sonntag eine Vorsichtsmaßnahme genannt.
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Großbritannien leidet wie viele andere Länder und auch Deutschland unter eklatanten Mangel an Lastwagenfahrern. Allerdings haben schärfere Einwanderungsregeln nach dem Brexit die Lage im Vereinigten Königreich verschärft. Unter dem Eindruck leerer Zapfsäulen und langer Schlangen vor Tankstellen legte die Regierung eine Kehrtwende hin und genehmigte Arbeitsvisa für bis zu 5000 ausländische Fahrer, die bis Ende Februar gelten sollen.
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