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Iran will seinen umstrittenen Schwerwasserreaktor Arak schnellstmöglich fertigstellen

© AFP 2021 / HO / ATOMIC ENERGY ORGANIZATION OF IRANUmstrittener iranischer Schwerwasserreaktor in Arak südlich von Teheran (Archiv)
Umstrittener iranischer Schwerwasserreaktor in Arak südlich von Teheran (Archiv) - SNA, 1920, 04.10.2021
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Der Iran will den umstrittenen Schwerwasserreaktor Arak laut Atomchef Mohammed Eslami so schnell wie möglich fertigstellen.
„Das Arak-Projekt muss mit hiesiger Technologie und von lokalen Experten unverzüglich fertiggestellt und in Betrieb genommen werden“, erklärte Vizepräsident und Atomchef Eslami am Montag.
Angaben der Nachrichtenagentur Isna zufolge hatte Eslami die Anlage in Zentraliran besichtigt und mit Experten vor Ort den Umbau des Reaktors besprochen.

Arak-Reaktor für Erzeugung waffenfähigen Plutoniums geeignet

In diesem Schwerwasserreaktor wird Plutonium erzeugt, das die Islamische Republik für den Bau einer Atombombe verwenden könnte. Um diesen Streitpunkt auszuräumen, hatte der Iran nach dem Wiener Atomabkommen von 2015 mit dem Umbau des Reaktors begonnen. Statt den geplanten zehn Kilogramm Plutonium pro Jahr wurde in Arak nach Abschluss des Abkommens nicht einmal ein Kilogramm Metall produziert.
Die neue iranische Regierung unter Präsident Ebrahim Raisi plant aber, den Arak-Meiler wieder in Betrieb zu nehmen. Raisi und sein Außenminister Hussein Amir Abdollahian hatten mehrmals betont, dass der Iran seine Auflagen nur dann einhalten werde, wenn das Atomabkommen vertragsgerecht umgesetzt und insbesondere die neuen US-Sanktionen aufgehoben sind. Teheran stellte auch die Aufnahme der Wiener Atomverhandlungen in Aussicht. Dazu müssten aber zumindest Teile seiner gesperrten Bankkonten im Ausland wieder freigegeben werden.

Verhandlungen zur Rettung des Wiener Atomabkommens

Die im April wieder aufgenommenen Verhandlungen über die Rettung des Wiener Atomabkommens mit dem Iran wurden nach der Präsidentenwahl im Juni und dem Regierungswechsel in Teheran unterbrochen. China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland bemühen sich um die Rückkehr der USA zu dem Abkommen.
Teheran - SNA, 1920, 17.05.2021
„Wir wollen keine Teillösungen“: Iran und USA bei Atom-Verhandlungen weiterhin uneinig
2018 hatte der damalige US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung 2018 aufgekündigt, die im Vertrag aufgehobenen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran erneuert und auch die ausländischen Konten des Landes wieder gesperrt. Wegen der Sanktionen muss der Iran die schlimmste Wirtschaftskrise seiner Geschichte erleben.
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