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Klopp: Impfverweigerung ist wie Fahren unter Alkohol

© SNA / Michail KirejewJürgen Klopp (Archiv)
Jürgen Klopp (Archiv) - SNA, 1920, 03.10.2021
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Für den Trainer des FC Liverpool Jürgen Klopp ist eine Corona-Impfung keine Freiheitsbeschränkung. Die Impfverweigerung hat er mit dem Fahren unter Alkohol verglichen.
Jürgen Klopp erklärte am Sonntag britischen Medien zufolge, eine Corona-Impfung sei keine Freiheitsbeschränkung.

„Ich verstehe nicht, warum das eine Einschränkung der Freiheit ist. Wenn es so ist, dann ist das Verbot betrunken zu fahren auch eine Freiheitsbeschränkung“, so Klopp.

Für ihn ist die Verweigerung einer Impfung wie Alkohol am Steuer. Die entsprechenden gesetzlichen Regelungen seien nämlich „nicht dazu da, mich zu schützen, wenn ich zwei Bier trinke und fahren will, es ist zum Schutz anderer Leute, weil ich betrunken bin, und wir akzeptieren das als ein Gesetz“, sagte er.
Der FC Liverpool-Trainer sagte außerdem, er wünsche sich mehr Offenheit über den Impfstatus.

„Wir dürfen Leute nicht fragen, ob sie geimpft sind. Aber ich darf einen Taxifahrer fragen: Bist du betrunken? Wenn er sagt: Das muss ich dir nicht sagen, dann sage ich: Okay, ich fahre nicht mit dir“.

Im englischen Fußball gibt es eine heftige Debatte um ungeimpfte Profis, weil angeblich immer noch eine größere Zahl von Spielern den Piks verweigert. Beim FC Liverpool seien 99 Prozent geimpft, versicherte Klopp. Dies sei eine „natürliche Entscheidung“ des Teams gewesen, er habe niemanden überzeugen müssen.
Er habe sich nicht nur impfen lassen, um sich gegen das Virus abzusichern, sondern auch die Menschen um ihn herum, fügte Klopp hinzu.
Klopp hat sich zuletzt verärgert über die vermeintlichen Quarantäne-Ausnahmen für Fußballer der Premier-League geäußert. Er habe nicht das Gefühl, dass das vernünftig durchdacht sei, sagte Klopp. Die britische Regierung hatte am Freitag angekündigt, dass vollständig geimpfte Profis nach Länderspielen in einem Land, das auf der sogenannten Roten Liste steht, nicht in Hotelquarantäne müssen. Allerdings müssen sie sich stattdessen für zehn Tage in einer „maßgeschneiderten Quarantäneeinrichtung“ isolieren, zum Beispiel in Räumlichkeiten des Vereins. Dann dürfen sie diese Einrichtung einmal am Tag verlassen, um zu trainieren oder ein Spiel zu bestreiten.
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