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Chef der Jungen Union: „In der CDU darf jetzt kein Stein mehr auf dem anderen bleiben“

© REUTERS / FABRIZIO BENSCHCDU-Chef Armin Laschet bei der Pressekonferenz am 27. September 2021
CDU-Chef Armin Laschet bei der Pressekonferenz am 27. September 2021 - SNA, 1920, 03.10.2021
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Vor den Sondierungsgesprächen für eine neue Bundesregierung in Deutschland plädiert die Junge Union (JU) für eine inhaltliche und personelle Neuaufstellung der CDU. Junge Leute in der zweiten Reihe müssten jetzt eine Chance bekommen, fordert JU-Chef Tilman Kuban. Sonst drohe die Union ihren Status als Volkspartei zu verlieren.
„In der CDU darf jetzt kein Stein mehr auf dem anderen bleiben“, sagte Kuban der „Welt am Sonntag“. „Wir müssen uns inhaltlich und personell neu ausrichten.“ Es sei „Zeit für junge Köpfe“. In den vergangenen 16 Jahren habe eine relativ ähnliche Generation von Politikern das Handeln der Partei bestimmt, betonte der 34-Jährige.
„Währenddessen haben sich eine Menge gute Leute in der zweiten Reihe aufgebaut, die müssen jetzt eine Chance bekommen.“ Zu einem Umdenken gehöre es auch, die Basis der Partei künftig bei wichtigen Entscheidungen mehr einzubinden, sagte der JU-Chef weiter.
„Wir müssen erkennen, dass die Mitglieder heute viel selbstbewusster geworden sind und mehr mitbestimmen wollen“, sagte Kuban. „Wer das nicht annimmt, riskiert die Zukunft der Partei.“
Dinge müssten wieder kontrovers diskutiert und die Ergebnisse anschließend in Regierungshandeln umgesetzt werden, „anstatt erst zu handeln und dann parteiintern zu analysieren“, forderte Kuban. Er warnte, dass ohne eine Neuausrichtung die Union den Status einer Volkspartei verlieren könne.
Bundestag (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.10.2021
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Zuvor hatte auch Karl-Josef Laumann, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), im Gespräch mit der „Welt“ eine programmatische Neuausrichtung der Union gefordert. Das Wahlergebnis sei „katastrophal“. Für die Union könne es deshalb kein „Weiter so“ geben.
Die Union war bei der Bundestagswahl am Sonntag mit 24,1 Prozent der Stimmen nur zweitstärkste Kraft hinter der SPD geworden und hatte deutliche Verluste hinnehmen müssen. Die Sozialdemokraten entschieden die Wahl mit 25,7 Prozent knapp für sich. Auf Platz drei landeten die Grünen (14,8 Prozent), gefolgt von der FDP (11,5) und der AfD (10,3). Die Linke scheiterte mit 4,9 Prozent der Stimmen an der Fünf-Prozent-Hürde.
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