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Wiederaufnahme von Atomgesprächen: Iran fordert Freigabe von eingefrorenen Bankkonten durch USA

© AP Photo / Florian SchroetterIranische Frage vor der IAEA in Wien
Iranische Frage vor der IAEA in Wien - SNA, 1920, 03.10.2021
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Der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian hat seine Forderung an die USA bekräftigt, vor der Wiederaufnahme der Atomgespräche zunächst zehn Milliarden US-Dollar auf den gesperrten iranischen Bankkonten freizugeben. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters.
„Die Amerikaner haben versucht, uns über verschiedene Kanäle (bei der UN-Vollversammlung) in New York zu kontaktieren, und ich habe den Vermittlern gesagt: Wenn Amerikas Absichten ernsthaft sind, so sollte auch ein ernsthaftes Signal gesendet werden (…) indem mindestens zehn Milliarden US-Dollar an blockiertem Geld freigegeben werden“, sagte er in einem Fernsehinterview am Samstag.
„Sie sind nicht willig, zehn Milliarden Dollar freizugeben, die der iranischen Nation gehören, damit wir sagen können, dass die Amerikaner in den letzten Jahrzehnten einmal die Interessen des iranischen Volkes berücksichtigt haben“, zitiert die Nachrichtenagentur den Minister.
Zudem bekräftigte Amirabdollahian, dass der Iran „bald“ zu den ins Stocken geratenen Atomgesprächen in Wien zurückkehren werde. Allerdings weigerte er sich, ein konkretes Datum zu nennen.
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Atomdeal mit Teheran

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Das 2015 in Wien international geschlossene Abkommen zwischen dem Iran, den fünf UN-Vetomächten und Deutschland sollte Teheran eine friedliche Nutzung der Kernkraft gestatten, aber die Entwicklung von Kernwaffen verwehren. Darin verpflichtete sich der Iran, sein Atomprogramm herunterzufahren; im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.
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Im Mai 2018 stiegen die USA unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus dem Atomdeal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran. Die durch das Atomabkommen aufgehobenen Wirtschaftssanktionen gegen Teheran wurden erneuert und die ausländischen Konten des Landes erneut gesperrt. Im Mai 2019 kündigte der Iran eine etappenweise Abkehr von seinen Verpflichtungen an.
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